"Endlich kann es wieder losgehen"

Ende der Corona-Zwangspause für kleine Geschäfte: Vorfreude im Schuhhaus Schöttler

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Einkaufen in der Heimat – und nicht im Internet: Dazu kann Karin Schröder ab dem 20. April wieder in ihr Schuhhaus am Herscheider Markt einladen.

Herscheid – Die Pressekonferenz von Angela Merkel hat Karin Schröder live verfolgt. Die Botschaft, dass Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern geöffnet werden dürfen, war eine Erleichterung für die Herscheiderin. 

Für ihr Schuhhaus Schöttler bedeutet die Coronakrise bislang eine wirtschaftliche Belastungsprobe. „Endlich kann es wieder losgehen“, sagt Karin Schröder. Nach der gesetzlich verordneten Zwangspause darf sie ab Montag, 20. April, in ihrem Laden im Herscheider Ortskern Kunden empfangen. 

Die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen sollen dabei strengstens berücksichtigt werden. Durch das Tragen von Mundschutz und Handschutz können Karin Schröder und ihre Mitarbeiterin Heike Hohage-Jäschke nicht nur Kunden beraten, sondern beispielsweise auch Kinderfüße vermessen. 

Dabei werde stets darauf geachtet, dass nicht zu viele Personen gleichzeitig den Laden betreten. Das Geschäft biete genügend Raum, um die gültigen Abstandsvorgaben einhalten zu können, betont Karin Schröder. 

Für sie enden somit Wochen des Bangens und der Sorgen. Seit dem 18. März musste ihr Schuhhaus geschlossen bleiben. Die neue Ware, die zum Teil schon im August letzten Jahres bestellt worden war, fand somit keinen Absatz. Die wirtschaftlichen Folgen für das traditionsreiche Familiengeschäft waren nicht abschätzbar. 

Um die Verluste abfedern zu können, bot das Schuhhaus in den letzten Tagen einen Lieferservice an. Nach telefonischer Bestellung wurde eine Auswahl an Schuhen an die Haustür geliefert. Nach einem Testlauf konnten die Bürger telefonisch durchgeben, wofür sie sich entschieden haben. Die restlichen Schuhe wurden abgeholt. 

Dieser Service bedeutete für das Schuhhaus zwar einen größeren Aufwand, war aber übergangsweise die einzige Möglichkeit, Umsätze zu erzielen. „Der Lieferdienst wurde zwar gut angenommen, war aber unter dem Strich nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, zieht Karin Schröder ein durchwachsenes Fazit. 

Umso mehr sehnt sie die Ladenöffnung am 20. April herbei. Mit einigen Lieferanten hat sie bereits Kontakt aufgenommen, damit nun auch zunächst nicht gelieferten Teile der neuen Kollektion ihre Wege in die Regale finden. „Wir sind startklar“, betont die Inhaberin. 

Unklar ist indes noch, wie der runde Geburtstag des Schuhhauses gewürdigt wird. Dieses gibt es im Mai seit 70 Jahren in Herscheid: Eigentlich ein Anlass zum Feiern, doch ob und wie dies in Coronazeiten möglich ist, will Karin Schröder zunächst noch klären.

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