Probelauf für Übernahme

Elsetalkiosk schließt und Gül's Döner wechselt Inhaber

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Ali Aybilek und seine Frau Güler würden gerne Gül’s Döner in Hüinghausen übernehmen. Während der bisherige Inhaber derzeit im Urlaub ist, führen sie den Laden auf Probe, um zu schauen, ob sich das für sie auch lohnen würde.

Herscheid - Muss Hüinghausen bald ohne einen Imbiss auskommen? Wie es aussieht ja, denn der Elsetalkiosk an der Habbeler Straße schließt ab dem 1. November, wie die Inhaber mitteilen. Dann bleibt nur noch Gül‘s Döner und auch die Existenz steht derzeit noch auf der Kippe.

„Zwei Läden, die das gleiche tun, können in einem Dorf nicht überleben“, lautet die Begründung des Elsetalkiosk für die Schließung. Mit dem zweiten Laden ist der Dorfladen gemeint, denn dieser würde ebenfalls so wie der Kiosk Kaffee, Brötchen oder heiße Fleischwurst anbieten und habe dabei im Gegensatz zum Imbiss Unterstützung. Was dann ab November aus dem Elsetalkiosk wird, sei bisher noch ungewiss.

Nur ein Stück weiter an der Habbeler Straße befindet sich „Gül’s Döner“. Auch hier gibt es Veränderungen. Der bisherige Inhaber möchte den Laden abgeben. Einen neuen Interessenten gibt es bereits, Ali Aybilek und seine Frau Güler. Die beiden sind seit dem 21. August schon im Laden an der Habbeler Straße tätig, während der Inhaber von „Gül’s Döner“ im Urlaub ist, sozusagen auf Probe, um zu gucken, ob sich die Übernahme für sie lohnt. „Ich gucke mir an, wie es läuft und was ich besser machen kann“, erklärt der Meinerzhagener Ali Aybilek.

An der Habbeler Straße droht ein Leerstand: Der Kiosk Elsetal schließt in wenigen Wochen.

Bevor er sich selbstständig machen wollte, war er über zehn Jahre lang Mitarbeiter in einem Döner-Laden in Kierspe. Sein Ziel ist, wieder mehr Kunden in der Probezeit zu gewinnen, damit sich eine Übernahme für ihn auch lohnt, da der Laden sonst womöglich schließen muss. „Es gibt Tage, da komme ich gut klar, aber es gibt auch Tage, da klappt es gar nicht“, sagt Ali Aybilek. Der Besitzer komme Ende Oktober wieder zurück und dann werde entschieden, wie es weiter geht.

Das Problem ist, bisher kann Aybilek noch nicht auf sich aufmerksam machen. Die Speisekarte, der Name und auch der Aufsteller draußen auf dem Bürgersteig sehen nicht so aus, als hätte sich in den letzten Wochen etwas verändert. Das liegt aber nur daran, dass die äußerlichen Veränderungen erst vorgenommen werden können, wenn Ali Aybilek den Imbiss offiziell übernommen hat, also es eine schriftliche Vereinbarung gibt. Eine Idee für einen Namen hat er bereits: Pamukkale, nach seiner Heimat in der Türkei.

Aybilek hofft nun, dass sich herumspricht, dass er den Laden übernehmen möchte und sich ein Kundenstamm entwickelt. Früher habe es viele Stammkunden gegeben, vor allem aus den Firmen in Hüinghausen. Das sei jedoch eingeschlafen, nachdem das Angebot von „Gül’s Döner“ verkleinert worden war. „Ein paar sind mittlerweile wieder gekommen, aber eben noch nicht ausreichend“, berichtet der Meinerzhagener.

Dabei sei jetzt schon ein Unterschied zu schmecken, sagt Stammgast Udo Feldhaus. „Ali macht alles selbst, wie die Soßen oder den Teig und immer frisch“, schwärmt er. Da neue Produkte durch die noch vorhandene alte Speisekarte bisher nicht angeboten werden können, würde Ali Aybilek vieles zum Probieren anbieten, wie Gebäck und andere türkische Spezialitäten.

Udo Feldhaus ist zudem der Meinung: „Ein Laden muss hier im Dorf auf jeden Fall auf den Beinen bleiben, wenn der Kiosk schließt.“ Er hofft daher, dass sich der Zulauf in den nächsten Wochen steigert.

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