Krankheitsbedingte Ausfälle und Bühnen-Panne bei Adventssingen

Elsener Engel im Pech

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Der gemischte Chor „Elsen Angels“ ist auf der Suche nach Zuwachs. Kurzfristige Ausfälle wie beim Adventssingen können nur schwer aufgefangen werden; dennoch boten die Sänger eine harmonische Einstimmung auf das Weihnachtsfest. 

HERSCHEID - Der Kalender machte es in diesem Jahr besonders reizvoll, durch die zeitliche (direkte) Nähe zu Heiligabend: In Elsen trifft man sich am Samstagabend vor dem vierten Advent traditionell auf dem Anwesen der Familie Herfel.

Dort lauscht man bei Bratwurst und Glühwein dem gemischten Chor der „Elsen Angels“, der unter der Leitung von Georg Neukirch bekannte Weisen zur Weihnachtszeit vorträgt und stimmt sich in der besonderen Atmosphäre rund um den historischen alten Wehrspeicher auf Weihnachten ein. 

Auch wenige Stunden vor Heiligabend war das Adventssingen wieder gut besucht, auch wenn laut Georg Neukirch nicht ganz so viele Besucher gekommen waren, wie noch in den Vorjahren. Im Vorfeld sei manches daneben gegangen, erklärte der Chorleiter in seiner Begrüßungsansprache; „Wir haben wirklich Pech gehabt.“ 

Damit meinte er nicht nur das stürmische Wetter am Nachmittag, sondern auch den personellen Notstand des Chores. Für einen klangvollen Chor bedürfe es 24 Personen, davon sechs Männer. Die singenden Engel aus Elsen bestehen zurzeit aber nur aus 18 Sängerinnen und Sängern. Von denen, so erzählte Neukirch, seien am Samstag sechs krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen. So musste der „Gesang der Hirten“, der für gewöhnlich den Auftakt des Adventssingens bildet, entfallen. 

Auch auf die Bühne, auf der der Chor üblicherweise bei diesem Konzert steht, musste verzichtet werden. Diese lagert das Jahr über im Bauhof. Als man sie holen wollte, hatte der aber schon geschlossen und die Schlösser waren ausgetauscht worden, sodass die vorhandenen Schlüssel nicht mehr passten. Insgesamt schien das diesjährige Adventssingen also unter keinem guten Stern zu stehen. 

Doch davon ließen sich die „Elsen Angels“ nicht beirren. Der Text des „Elsener Weihnachtsliedes“ wurde in einigen Passagen der Situation entsprechend umgeschrieben, was für viele Lacher unter den Zuhörern sorgte. Es folgten, wie Neukirch augenzwinkernd bemerkte, „ernstzunehmende Lieder“, darunter „Santa Claus is coming to town“, „Stille Nacht“ und „Gloria“. 

Nach einer kurzen Gesangspause, in der sich Chormitglieder wie Gäste an der Weihnachtsbude gütlich taten, wurden Liedtexte verteilt und alle waren eingeladen, mitzusingen. „Alle Jahre wieder“, „Liese rieselt der Schnee“ und „Oh Tannenbaum“ waren nur einige der Lieder, die gemeinsam zur Keyboardbegleitung von Georg Neukirch klang- und kraftvoll gesungen wurden. 

So verlebten die Elsener und ihre Gäste einen geselligen Abend in gemütlicher Weihnachtsatmosphäre – und die Zeit bis Heiligabend war so kurz wie selten zuvor.

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