Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Ebbekamm-Loipe: Große Nachfrage und gute Bedingungen

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Der Förderverein hat seit diesem Jahr 154 Mitglieder. 

Herscheid -  „Na, dann fehlt uns ja jetzt nur noch der Schnee“, sagte Hansjörg Schulte, Vorsitzender des Fördervereins Ebbkamm-Loipe bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Nordhelle. Er und seine Vorstandskollegen hatten am Dienstag durchweg positive Nachrichten für die Mitglieder.

Schon der Rückblick auf den vergangenen Winter war erfreulich: Viereinhalb Wochen, von Anfang Januar bis Anfang Februar, konnten die Streckenwarte, Spurmeister und Loipenspurer für ideale Langlaufbedingungen auf 16 Kilometern auf der Ebbekamm–Loipe sorgen.

„Unsere guten Leistungen zeigen sich auch in der Spendenbereitschaft der Loipennutzer“, berichtete Schulte. Neben den Mitgliedsbeiträgen seien die Spenden die einzigen Einnahmen des Vereins. Je länger und besser die Schneelage, desto länger könne die Ebbekamm-Loipe gehalten werden und desto mehr Langläufer erfreuen sich an den Strecken und spenden gerne für die geleistete Arbeit. Die Mitgliederzahl stieg auf 154.

Die Unterlage der Loipe sei zum Ende der Saison teilweise so hart verfestigt gewesen, dass man mit dem Spurgerät nicht mehr weitergekommen sei. Um die obere Schicht zu lockern und somit wieder besser spuren zu können, wurde kurzerhand ein Aufreißer angeschafft, der vor dem Spuren die Schneeschicht lockerte.

Lob bekamen die zahlreichen Helfer, die insgesamt 33 Stunden für beste Langlaufbedingungen am Ebbe sorgten, auch von den Leistungs–sportlern. „Die Ebbekamm-Loipe bietet gute Bedingungen für Breitensportler und Gelegenheitslangläufer, aber auch für unsere Wettkampfsportler“, sagte ein Mitglied aus Attendorn im Namen der jungen Athleten, die auch durch die Trainingsmöglichkeiten am Ebbe zu großen sportlichen Erfolgen kamen. Großen Zuspruch gab es zudem für die geführten Skitouren mit Schriftführer Theo Koslar vom Ski-Club Lüdenscheid. „Wir hatten zwei Mal geführte Touren und dabei jeweils 14 Teilnehmer. Da war natürlich die Leistungsspanne sehr groß und auch das Material sehr unterschiedlich. Hier konnten sicherlich alle etwas mitnehmen. Für die Zukunft müssen wir jedoch weitere Unterstützung haben und die Gruppen verkleinern und den einzelnen Leistungsklassen anpassen. Dann haben alle noch mehr Spaß“, blickte Koslar auf die kommende Saison voraus, in der es die geführten Touren erneut geben soll.

Der Vositzende des Fördervereins Ebbekamm-Loipe, Hansjörg Schulte.

Die letzte Saison sorgte für eine grundsolide Kassenlage, die Kassenwart Werner Rolle auch 2018 ausgeglichen gestalten möchte, wenngleich hier die Kosten für die Anschaffung des Aufreißers einfließen.

Die Vorbereitungen an den zwölf Kilometern auf dem Ebbekamm und den vier Kilometern zum Anschluss Weltringhausen sind laut Spurmeister Gerd Gester abgeschlossen. Noch in den Stunden vor der Versammlung wurden Streckenbereiche gemulcht. Zudem werden in Kürze neue Schilder im neuen Layout des Naturparks aufgestellt und auch an der Spinne wird ein zusätzliches Schild mit den Strecken errichtet. Um die Spuren noch besser gestalten zu können, wurde eine Rückfahrkamera am Zugfahrzeug installiert. Ein neues Prospekt der Ebbekamm-Loipe soll die Langläufer noch besser über die Strecken und den Verein informieren.

Lediglich Markus Ingenohl vom Regionalforstamt NRW hofft, dass der Schneefall noch etwas auf sich warten lässt. „Wir haben im Ebbe noch ein erhebliches Wildschweinproblem. Daher wird es am 1. Dezember den ganzen Tag über noch einmal eine Großwildjagd mit 50 Jägern geben. Danach kann es schneien bis zum Umfallen“, wünscht Ingenohl dem Verein, den Besuchern und Langläufer auf den Loipen und den fleißigen Helfern einen guten und erfolgreichen Winter.

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