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Ebbekamm-Loipe: Borkenkäfer erschwert auch den Wintersport

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Von: Max Gerhard

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Teilabschnitte der Langlaufstrecke wurden von den Waldarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen.
Teilabschnitte der Langlaufstrecke wurden von den Waldarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen. © Foto: Gerhard

Während der Schnee im heimischen Winter 2020 für gerade einmal zwei Tage Langlauf reichte, lief es dieses Jahr wesentlich besser: „Ungefähr fünf Wochen war unsere Ebbekamm-Loipe bei guten Bedingungen im Betrieb“, blickte Hansjörg Schulte, Vorsitzender des Loipen-Fördervereins, bei dessen Jahreshauptversammlung zufrieden gestimmt zurück.

Herscheid - Eine Menge Lob gab es auch aus den Reihen der Mitglieder: „Viele Besucher haben mir gesagt, dass die Nordhelle und ihre Loipe ein Juwel seien“, erzählte Achim Guski, der zum zehnköpfigen Fahrerteam des Spurgerätes zählt. Gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten habe man erlebt, wie faszinierend das Sauerland sein könne.

Neumitglied Caro Vedder dankte insbesondere allen Aktiven im Verein, die das Langlaufen vor der eigenen Haustür überhaupt erst ermöglichen würden. Das „gute Skijahr“ spiegele sich auch in stolzen 33 Einzelspenden wider, wie Kassenwart Werner Rolle berichten konnte.

Dabei hatte das Regionalforstamt die Nutzung der Strecke im vergangenen Jahr zunächst sogar verboten. Der Grund waren die massiven Waldschäden durch den Borkenkäfer. Mit dem Forstamt verständigten sich die Loipen-Förderer dann aber darauf, die Strecke doch zu öffnen und dafür per Warnschilder auf mögliche Gefahren im Wald aufmerksam zu machen.

Das werde auch in diesem Winter notwendig sein, wie Hansjörg Schulte bereits ankündigte. Erschwerend hinzu komme, dass die Ebbekamm-Loipe durch Waldarbeiten noch mehr in Mitleidenschaft gezogen worden sei: „Der Borkenkäfer macht uns einen Strich durch die Rechnung, denn Teile der Strecke könnten wir aktuell gar nicht nutzen. Vom Robert-Kolb-Turm bis zur Spinne ist es schwierig.“

Kassierer Werner Rolle und der Vorsitzende Hansjörg Schulte (rechts) wurden von den Mitgliedern des Loipen-Fördervereins in ihren Ämtern bestätigt.
Kassierer Werner Rolle und der Vorsitzende Hansjörg Schulte (rechts) wurden von den Mitgliedern des Loipen-Fördervereins in ihren Ämtern bestätigt. © Foto: Gerhard

Besser sei der Streckenzustand rund um den Rehberg. Eine neue Spur könnte auf dem unteren Nordhangweg gelegt werden, der offiziell jedoch nicht zur Loipe gehöre. Dazu finde ein Austausch mit dem zuständigen Förster Markus Ingenohl statt.

Klar ist bereits, dass im Ebbe auch in den nächsten Monaten noch Holz geschlagen werde. „Sobald Schnee liegt, müssen wir dann kurzfristig entscheiden, wo wir mit unserem Spurgerät fahren können“, verwies Hansjörg Schulte auf die schwierige Planung.

Mit Blick auf den nächsten Winter prognostiziert Förster Markus Ingenohl, dass es wegen des Borkenkäfers dann wahrscheinlich keine Fichten auf der Nordhelle mehr geben werde. „Ein trauriges Bild“, wie die Loipen-Förderer betonten.

Profitieren werden die Langläufer dagegen von neuen Wegen, die 2022 im Ebbegebirge entstehen sollen. Dabei könne der Ebbekamm-Förderverein auch seine eigenen Wünsche äußern. „Damit hätten wir in der Saison 2022/2023 eine komplett neu gestaltete Loipe.“

Darüber hinaus sollen noch Pfosten für eine dauerhafte Beschilderung installiert werden, um das ganze Jahr über auf die Langlaufstrecke aufmerksam zu machen. Eine „wesentliche Rolle“ spiele die Loipe auch bei der Neugestaltung des Ebbegebirges im Rahmen der Regionale 2025. Mithilfe des Förderprogramms soll das Gebiet noch attraktiver für Touristen werden.

„Mitglieder des Fördervereins haben an entsprechenden Gesprächen teilgenommen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass wir eine eigene Trasse bis zum Skihang bekommen“, gab Hansjörg Schulte einen kleinen Einblick in die Überlegungen. So etwas sei allerdings nichts, was schon in zwei oder drei Jahren realisiert werden könne.

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