Wo dürfen Hubschrauber landen?

Herscheid - Für viel Aufsehen sorgte am Montag die Landung des Rettungshubschraubers Christoph 25 aus Siegen. Dieser war gegen 19.40 Uhr mitten auf der Valberter Straße im Kreuzungsbereich In der Ennert gelandet. Während des Einsatzes sperrten Kräfte der Feuerwehren Herscheid und Plettenberg für etwa 30 Minuten die Straße. 

Ursprünglich hatte der Helikopter auf dem Parkplatz des Freibades landen sollen, der Pilot entschied sich aber vor Ort dagegen. Das ST hat beim ADAC nachgefragt, wie es zu der Entscheidung kam und welche Kriterien bei der Landung generell berücksichtigt werden müssen.

„Wo ein Hubschrauber landet, darüber entscheidet immer der Pilot, der den Einsatz fliegt“, erklärt Jochen Oesterle, Pressesprecher der ADACLuftrettung. „Hauptaugenmerk ist dabei, einen möglichst kurzen Weg zur Einsatzstelle zu haben. Es bringt niemandem etwas, wenn der Notarzt erst 500 Meter zu einem Patienten joggen muss.“

Rein rechtlich dürfe ein Rettungshubschrauber im Einsatz überall auf deutschem Hoheitsgebiet landen. Nur ausländische Botschaften seien für Piloten tabu.

„Im Notfall nimmt man auch in Kauf, dass Kies und Sand aufgewirbelt werden“, erklärt der Pressesprecher, dass die Landung auf dem Freibadparkplatz wohl möglich gewesen wäre, dieser aber vermutlich zu weit entfernt lag. Näheres wisse nur der Pilot selbst. 

Die Patienten, die per Luftrettung ins Krankenhaus verbracht werden, befinden sich in der Regel in Lebensgefahr: „Bei akutem Herz-Kreislaufversagen zum Beispiel zählt jede Sekunde. Da nehmen wir keine Rücksicht auf Verkehrsbehinderungen.“

Lediglich auf die Sicherheit von Passanten achte der Pilot, müsse in Wohngebieten zum Beispiel Sonnenschirme und Blumenkästen im Auge behalten, die durch den Wind der Rotorblätter wegfliegen oder in die Luft gewirbelt werden könnten und möglicherweise größere Schäden verursachen.

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