Herscheider Jäger suchen vergebens nach Schwarzwild

Wo sind die Wildschweine hin? Drückjagd mit magerer Ausbeute

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Blieben ohne Ausbeute: Die Jäger, die sich am Wochenende auf die Suche nach Schwarzwild gemacht hatten.

Das Glück war den Jägern nicht hold: Nur ein Reh – das war die magere Ausbeute der revierübergreifenden Drückjagd, die am Samstag rund um Warbollen stattfand. Dabei war das Ziel eigentlich gewesen, Schwarzwild, sprich Wildschweine, zu bejagen.

24 Schützen hatten sich auf den verschiedenen Ständen im Revier verteilt. Die Aufgabe der 18 Treiber und ihrer sechs Hunde war es, das Wild langsam in Richtung der Jäger zu scheuchen. Gut drei Stunden durchstreiften sie die Waldgebiete, doch von Wildschweinen nichts zu sehen.

Dabei sei es in Zeiten, in denen die Afrikanische Schweinepest weiter auf dem Vormarsch ist, besonders wichtig, die Wildschwein-Population einzudämmen.

Neben der Seuchenbekämpfung ging es auch um die Eingrenzung möglicher Wildschäden. Letztes Jahr sei es besonders schlimm gewesen, erzählte Mark Fuchs, der gemeinsam mit seinem Vater Günter die Jagd organisiert hatte. Und auch in den vergangenen Monaten seien bereits einige Wiesen „umgedreht“ worden. Darum habe man vor drei Monaten beschlossen, eine Jagd durchzuführen, doch vor zwei Wochen sei plötzlich Ruhe eingekehrt.

„Wildschweine können in einer Nacht bis zu 50 Kilometer zurücklegen“, erklärte Fuchs. Es sei möglich, dass sie vorerst weitergezogen seien. Zudem sind Wildschweine sehr intelligente Tiere und Meister der Unauffälligkeit.

Obwohl die Jagd wenig gebracht hat, war Fuchs mit dem Ablauf sehr zufrieden. Er betonte, wie wichtig es sei, dass sich alle Beteiligten aufeinander verlassen könnten und, dass man extrem aufpassen müsse.

Um Wild, Hunde und Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, war die Gemeindestraße von Hüinghausen zum Wellin gesperrt worden. Bei einer Drückjagd könne es immer passieren, dass das Wild oder auch die eingesetzten Jagdhunde auf oder über die Straße laufen.

Auf eine stattliche Strecke musste am Samstag übrigens nicht gänzlich verzichtet werden: Ein Jägersmann hatte im Vorfeld statt des Gewehrs das Nudelholz geschwungen und eine Reihe Hasen und zwei Sauen gebacken. Die ließen sich die Jägerinnen und Jäger gut schmecken; auch Suppe gab es, sodass einem geselligen Nachmittag im Sonnenschein nichts im Wege stand.

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