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DRK und Corona: So ist die Situation im heimischen Ortsverein

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Von: Dirk Grein

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Gaby Busenius (Zweite von links) überreichte die Spende des Meinerzhagener Autohauses an Brigitte Siegel (Zweite von rechts) vom DRK Herscheid. Die Rotkreuzler Volker Gärtner (links) und Stephan Haase (rechts) betonten, wie wichtig derlei Zuwendungen für das Projekt Helfer vor Ort sind – insbesondere in Zeiten der Pandemie.
Gaby Busenius (Zweite von links) überreichte die Spende des Meinerzhagener Autohauses an Brigitte Siegel (Zweite von rechts) vom DRK Herscheid. Die Rotkreuzler Volker Gärtner (links) und Stephan Haase (rechts) betonten, wie wichtig derlei Zuwendungen für das Projekt Helfer vor Ort sind – insbesondere in Zeiten der Pandemie. © Foto: Grein

Die Situation in Reihen des DRK Herscheid bleibt angespannt: Die Pandemie stellt vor allem das ehrenamtliche Projekt Helfer vor Ort vor gewaltige Herausforderungen. Nicht nur finanziell ergeben sich zusätzliche Belastungen.

Herscheid - ür Herscheid so wichtige Projekt, das den hauptamtlichen Rettungsdienst in der Gemeinde unterstützt und eine Lücke schließt. Denn die Rettungswache an der Bahnhofstraße ist an Wochentagen in der Zeit von 18 bis 6 Uhr und an Wochenenden sowie an Feiertagen von 16 bis 9 Uhr nicht besetzt. Bei Notfällen in diesen Zeiten kommt der hauptamtliche Rettungsdienst aus Lüdenscheid, Meinerzhagen oder Plettenberg.

Die Helfer vor Ort überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen der Kollegen, leisten Erste Hilfe, kümmern sich um Angehörige und leisten somit einen wertvollen Dienst. Doch genau dieser wird durch die Pandemie erschwert: Seit fast zwei Jahren tragen die Helfer vor Ort in ihren Einsatzfahrzeugen Masken. Die gehören inzwischen schon zur Dienstkleidung, erzählt Rotkreuzleiter Stephan Haase.

Geht aus der Meldung für den jeweiligen Einsatz ein Corona-Verdacht hervor, dann wird diese Montur unter anderem um Umhang, Haarnetz und Schutzbrille ergänzt. Diese Eigenschutzmittel werden nach jedem Einsatz fachgerecht entsorgt. Bezuschusst werden sie hingegen nicht. „Das müssen wir alles aus der eigenen Vereinskasse zahlen“, betont Haase.

Entsprechend froh sind die Rotkreuzler, dass auch sie immer wieder Hilfe erhalten. Das Autohaus Busenius unterstützt die Herscheider bereits seit einigen Jahren mit einer Spende. „Wir verzichten auf Weihnachtsgeschenke an unsere Kunden und unterstützen stattdessen Einrichtungen in der Umgebung“, erzählt Gaby Busenius. Da sie jeden Morgen mit ihrer Freundin Brigitte Siegel, langjähriges Mitglied des DRK Herscheid, durchs Ebbe walkt, weiß sie über die Situation der Helfer vor Ort bestens Bescheid.

„Spenden wie diese helfen uns in unserem Kampf gegen das Virus unheimlich weiter“, sagt Stephan Haase. Gegen weitere Zuwendungen würde er sich nicht sperren. „Die Maske bleibt uns im Rettungsdienst wohl noch längere Zeit erhalten“, befürchtet der Rotkreuzleiter.

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