DRK-Ortsverein und Blutspendedienst bleiben im Gespräch / Verbesserungspotenzial

Blutspenderzahl ungebrochen

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Innerhalb der ersten Stunde meldeten sich 68 Personen für die Blutspende an. Trotzdem entstanden in der Gemeinschaftshalle zu diesem Zeitpunkt keine Warteschlangen. Die getroffenen Veränderungen zeigten Wirkung.

HERSCHEID - Die nackte Zahl wirkt überraschend positiv: 169 Personen kamen zur ersten Herscheider Blutspende nach dem Wartezeiten-Dilemma. Dieses Ergebnis kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Verbesserungsbedarf besteht.

Eine gewisse Anspannung war bei den Helfern des DRK-Ortsvereins zu spüren: Die Vorkommnisse bei der Dezember-Spende sind in ihnen in unangenehmer Erinnerung geblieben. Eine Wiederholung der damaligen zeitraubenden Warteschlangen sollte unbedingt vermieden werden. Die getroffenen Veränderungen zeigten am Donnerstag Wirkung. 

Durch die Verlegung der Station drei (an der die Körpertemperatur und der Hämoglobin-Wert gemessen werden) in die Mitte der Halle wurde die Besucherführung vereinfacht. Keine Wartezeiten entstanden indes vor der ärztlichen Untersuchung, da ausnahmsweise drei (und nicht wie sonst zwei) Ärzte des Blutspendedienstes entsandt wurden. 

Dr. Robert Deitenbeck, ärztlicher Direktor des Blutspendedienstes West, schaute sich persönlich vor Ort um und hatte als Versöhnungsangebot rote Rosen für die weiblichen Spender mitgebracht. Nachdem der Andrang innerhalb der ersten Stunde mit 68 Anmeldungen erneut groß war, zeigte er sich zufrieden, da sich zu diesem Zeitpunkt kaum Wartezeiten ergaben. „Wir haben unsere Lehren aus dem Dezember-Termin gezogen und wollen weiterhin mit dem Ortsverein im Gespräch bleiben.“ 

Dieser enge Austausch ist nach Ansicht von Stephan Haase, dem Herscheider Rotkreuzleiter, zwingend notwendig. Denn im weiteren Verlauf der Donnerstag-Spenden taten sich erneut einige Schwachstellen auf – wie leere Liegen oder Warteschlangen vor der Blutentnahme. Diesem Problem könne man nur mit mehr Personal seitens des Blutspendedienstes entgegentreten, sagte Haase. Allerdings sei die Personaldecke dort angespannt. 

Nachgedacht werde ohnehin über einen früheren Beginn der Herscheider Termine: Um den anfänglichen Andrang besser abbauen zu können, wird über die Startzeit 15 Uhr (bislang 16 Uhr) diskutiert. Der dauerhafte Einsatz von drei Ärzten sei hingegen nicht realisierbar. 

„Generell haben wir die Lage gut in den Griff bekommen, wenngleich ich auch weiterhin Verbesserungspotenzial sehe“, berichtete Stephan Haase. Bis auf einige wenige kritische Anmerkungen der Besucher sei die Stimmung bei den Blutspendern gut gewesen. Von der großen Spenderzahl – trotz Grippewelle – war der Rotkreuzleiter überrascht: „Wir sind froh, dass die Spendebereitschaft nicht nachgelassen hat und die Herscheider uns die Treue gehalten haben.“ 

Auch Dr. Robert Deitenbeck zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der heimischen Akteure und von der großen Bereitschaft der Bürger. Vor allem in den Ballungszentren seien die Spenderzahlen stark rückläufig. Umso wichtiger sei es, für die Blutspenden in Herscheid eine optimale Lösung zu finden. „Das hier ist ein Vorzeigetermin“, betonte Deitenbeck.

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