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Dritter Großeinsatz binnen kurzer Zeit: Wehr hofft auf Verschnaufpause

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Von: Dirk Grein

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Zahlreiche Einsatzkräfte waren in die Löscharbeiten eingebunden. Die Räriner Löschgruppe half beim Wassertransport.
Zahlreiche Einsatzkräfte waren in die Löscharbeiten eingebunden. Die Räriner Löschgruppe half beim Wassertransport. © Cornelius Popovici

Der Sommer 2022 bleibt intensiv und anstrengend für die Herscheider Feuerwehr. Zum wiederholten Mal wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu einem überregionalen Einsatz angefordert. Diesmal war Lüdenscheid das Ziel.

Herscheid - Gegen 16.30 Uhr war am Sonntag am Rand der Volmestraße (B54) zwischen Brügge und dem Abzweig Oedenthal ein Flächenbrand gemeldet worden. Letztlich brannten dort rund 35 000 Quadratmeter Wald. Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet wurden zur Hilfe angefordert.

Die Löschgruppe Herscheid rückte gegen 17.53 Uhr am Sonntag aus. Ihr Einsatzgebiet war jedoch nicht der Waldbrand als solches, sondern das gesamte Lüdenscheider Stadtgebiet. Denn die Herscheider fuhren zur Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg, um den Grundschutz in der Nachbartstadt sicherzustellen.

Rund sieben Stunden waren die 18 Rettungskräfte aus der Ebbegemeinde mit ihren beiden Löschfahrzeugen in Rufbereitschaft. Unter anderem mussten sie zur Kontrolle eines bereits gelöschten Brandes ausrücken. Gegen 1 Uhr in der Nacht wurden die Herscheider am Dukatenweg abgelöst und konnten die Heimfahrt antreten.

Kurz darauf erfolgte die nächste Alarmierung: Gegen 1.45 Uhr wurde die Löschgruppe Rärin mit ihrem Tanklöschfahrzeug nach Lüdenscheid gerufen. Diese wurde zur Stabilisierung des Löschwasserbedarfs bei dem Waldbrand benötigt.

Die Räriner wurden in den Wassertransport eingebunden. Aufgrund der über mehrere Stunden andauernden Löscharbeiten verblieben die sechs Räriner bis zum frühen Montagnachmittag im Einsatz, ehe sie durch Kameraden aus den eigenen Reihen abgelöst wurden.

Altena (Hegenscheid), Plettenberg (Bommecketal) und jetzt Lüdenscheid: Binnen weniger Tage war dies bereits der dritte überörtliche Einsatz der Feuerwehr Herscheid. Die Dimensionen des Erlebten in solch kurzen Abständen seien außergewöhnlich, sagt der stellvertretende Wehrleiter Sven Dunkel. Die Einsätze seien anstrengend und zeitintensiv auch in der Nachbereitung gewesen (gemeint sind beispielsweise Reinigung und Wartung von Material und Kleidung).

Die Einsatzkräfte bleiben natürlich weiter in Alarmbereitschaft, hoffen aber vorerst auf eine Verschnaufpause.

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