Geld reicht nicht aus, um alle schadhafte Stellen auszubessern

Das sind die schlechtesten Gemeindestraßen in Herscheid

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Die löchrigste Straße Herscheids befindet sich in Hüinghausen: Am Wiedenweg sollen im kommenden Jahr Baufahrzeuge anrollen.

Herscheid – Die Schlaglochtour des Bau- und Planungsausschusses endete mit einem eindeutigen Verlierer: „Die schlechteste Straße, die wir gesehen haben, ist der Wiedenweg“, stellte Ausschussvorsitzender Klaus Prinz nach einer Bereisung der Gemeindestraßen fest.

Nicht nur Prinz, sondern allen Ausschussmitgliedern wurde bei dieser Fahrt vor Augen geführt, dass das hiesige Straßennetz an vielen Stellen ausbesserungswürdig ist. Allein für den Innenbereich hat die Gemeinde zwölf Maßnahmen aufgelistet: Unter anderem sind Mängel am Falkenweg, Am Markt, an der Friesenstraße und am Birkenweg vermerkt. 

Das Problem: Für die Behebung allein dieser schadhaften zwölf Stellen werden Kosten in Höhe von rund 230 000 Euro veranschlagt. Für das nächste Jahr stehen in diesem Bereich jedoch nur 40 000 Euro zur Verfügung. 

Außerorts sieht die Situation nicht anders aus: Auch dort gibt es einen Investitionsstau, der sich über die Jahre angesammelt hat. Deswegen beruhen die Hoffnungen im Bauamt darauf, dass der Winter erneut mild ausfällt. Denn in den letzten Jahren konnten eingesparte Mittel aus dem Winterdienst zusätzlich für Straßensanierungen genutzt werden. 

Tiefbau-Mitarbeiter Bernd Wittemund verweist in diesem Zusammenhang auf den etwa 700 Meter langen Abschnitt der Gemeindestraße von der Landstraße 561 (Birkenhof) in Richtung Waldmin, der erst kürzlich ausgebessert werden konnte. 

„Im Großen und Ganzen stehen wir nicht schlecht da“, meint Bernd Wittemund bezüglich des Straßennetzes. Dass jedoch immer wieder Schäden auftreten, sei angesichts der begrenzten Haltbarkeit eines Deckenüberzugs (die bei normaler Nutzung auf 15 Jahre geschätzt wird) nicht zu vermeiden. 

Doch welche Straßen werden im kommenden Jahr saniert? Im Außenbereich soll die Ortsdurchfahrt Reblin „vom ersten bis zum letzten Haus“ erneuert werden, wie der Ausschussvorsitzende Klaus Prinz betonte. Eine Maßnahme, die mit 41 000 Euro zu Buche schlägt. 

Weil damit das festgelegte Budget von 30 000 Euro überschritten wird, müssen im innerörtlichen Bereich 11 000 Euro eingespart werden. Daher einigten sich die Ausschuss-Mitglieder darauf, neben dem Wiedenweg (21 000 Euro) auf voller Länge auch die Straße Im Kämpchen zu erneuern – und zwar so weit, wie das Geld reicht.

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