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Gut für Durchblutung und Haut: Kaffee, das braune Gold

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Von: Birgit Hüttebräucker

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Abwiegen, rühren, mischen, in Form gießen und abkühlen: In mehren Arbeitsschritten erstellten die Teilnehmer die handlichen Seifenstücke und Cremes.
Abwiegen, rühren, mischen, in Form gießen und abkühlen: In mehren Arbeitsschritten erstellten die Teilnehmer die handlichen Seifenstücke und Cremes. © Privat

Kaffee ist nicht nur das Lieblingsgetränk vieler Menschen, sondern auch ein Multitalent in vielfältiger Hinsicht. Wo das braune Gold überall eingesetzt werden kann und wie, darüber informierten Apothekerin Claudia Cramer und ihre Mitarbeiterin Luisa Funke bei einem Workshop für Erwachsene.

Herscheid - Beispielsweise kann man Kaffeesatz zum Reinigen von angebrannten Pfannen, Töpfen oder dem Grillrost verwenden. Auch als Dünger für Zierpflanzen ist Kaffeesatz geeignet und auf dem Komposthaufen beschleunigt er die Verrottung.

Da Schnecken kein Koffein mögen, kann man mit dem Kaffeesatz auch eine Sperrschicht im Gartenbeet errichten. So wie die Schnecken, meiden auch Wespen den Geruch von Kaffee: Wenn man etwas Kaffeepulver in ein feuerfestes Gefäß gibt und das Pulver ansteckt, verbreitet sich beim Glimmen des Kaffeepulvers ein intensiver Geruch, mit dem man die „Plagegeister“ fernhalten kann.

Dass Kaffee als Zusatz in der Seife ebenfalls einige Vorteile bietet, ist vielen sicher noch nicht bekannt. So erhält man unter anderem durch die Körner eine Peelingseife, die dabei hilft, Schmutz und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Das im Kaffee enthaltene Koffein regt die Durchblutung an. Außerdem ist Kaffeeseife ein Mittel gegen Cellulitis, denn viele Cremes gegen die Orangenhaut enthalten als Hauptwirkstoff Koffein.

Ein weiterer Vorteil von Kaffeeseife ist die geruchsbindende Wirkung. Sie entfernt mühelos unangenehme Gerüche wie Zwiebel, Knoblauch oder Fisch von den Händen.

Bei soviel positiver Wirkung ist es nicht verwunderlich, dass Kaffeeseife und die Herstellung vor allem bei Frauen sehr beliebt ist. Wie leicht man sie selbst herstellen kann, konnten die Teilnehmerinnen in der DorfApotheke ausprobieren – die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Nach einigem Abwiegen, Rühren, Mischen, in Form Gießen und Abkühlen entstanden schnell die handlichen Seifenstücke.

Nach diesem Erfolg war für die Teilnehmerinnen noch genügend Zeit für die Herstellung von Körperbutter, die aus Kokosöl, Kakaobutter und Aromaöl zubereitet wurde. Nach der Fertigstellung wurden die Ergebnisse noch edel verpackt und dekoriert.

Neben diesem Angebot für Erwachsene hatte Claudia Cramer auch die Corona-Pause der Kinderapotheke für beendet erklärt. Badezusätze, Seifen aus Kräutern und Lippenstifte – an mehreren Nachmittagen entstanden selbstgemachte Weihnachtspräsente. Wenn gleich die Teilnehmerzahlen durchaus unterschiedlich ausfielen, ist Claudia Cramer froh, dass rechtzeitig zum Ende des Jubiläumsjahres –  die Dorf-Apotheke gibt es seit 25 Jahren – wieder ein wenig mehr Normalität möglich ist.

Zum Schluss des Workshops wurden die fertigen Ergebnisse noch schön verpackt.
Zum Schluss des Workshops wurden die fertigen Ergebnisse noch schön verpackt. © hüttebräucker

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