Deutschlandfahrt endet in menschenleerem dänischem Grenzort

Wenn die Biker mit dem Engel reisen...

+
Kurz nach der Ankunft im dänischen Padborg belohnten sich die Deutschlandfahrer Peter Schauerte, Carsten Engel und Christian Breil mit einem dänischen Bier.

Herscheid – Sie haben es tatsächlich geschafft: Carsten Engel, Peter Schauerte und Christian Breil haben ihre Deutschlandfahrt erfolgreich beendet. 

Platt, aber stolz kamen die drei Mountainbiker in Padborg an. Damit sind sie innerhalb von neun Tagen von der österreichischen zur dänischen Grenze geradelt.

"Wir sind überglücklich“, fasste Carsten Engel die Stimmung zusammen. Getreu der Devise „Wenn der Engel reist“ hatte der Sauerland-Express während seiner gesamten Tour optimale Wetterbedingungen. In Summe mögen es maximal 30 Minuten Nieselregen gewesen sein, dafür aber stets angenehme Temperaturen – und das trotz zum Teil bedenklicher Vorhersagen. 

Die letzte Etappe begann in Itzehoe und verlief zunächst über einen Sand-Waldweg. Den Nord-Ostsee-Kanal querten die Radler mit einer Autofähre, um nach einer Kaffeepause das Schloss Gottorf zu besichtigen. 

Nach einem lockeren Endspurt erreichte das Trio den Ziel- und Grenzort Padborg. Dieser präsentierte sich nahezu menschenleer. „Alle Dänen kaufen offenbar aufgrund der Steuern lieber in Deutschland ein“, vermutet Carsten Engel, der sogleich einen Beweis für diese These nachliefert: Denn das lang herbeigesehnte Siegerbier kostete die Märker 4,50 Euro, wohlgemerkt pro Flasche. 

Kein Wunder also, dass die Mountainbiker zum Schlussakkord ansetzten, der sie entlang der Ostsee nach Flensburg führte. Dort wurde bei reichlich fangfrischem Fisch ausgiebig gefeiert. 

Apropos: Die Mahlzeiten fielen ob der täglichen Anstrengungen ohnehin üppig aus. „Wir haben gefuttert wie die Scheunendrescher“, lacht Carsten Engel, der zugleich ein Lob an seine beiden Mitstreiter, die der Altersgruppe über 60 angehören, nachschob: Sie hätten ihn überraschten mit beispielhafter Willensstärke und Disziplin. 

Die täglichen Streckenlängen von über 100 Kilometer haben zwar an den Kräften der Mountainbiker gezehrt. Dennoch konnten sie die vielfältigen Erlebnisse während der Fahrt von Süd nach Nord genießen. Am Ende steht die Erkenntnis, dass sich die Mühen gelohnt haben: „Für uns ist Deutschland viel kleiner geworden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare