3,8 Kilometer Gemeindestraßen erneuert

Deckenprogramm umfangreich wie selten zuvor

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Die Firma Spies erneuerte ein rund 700 Meter langes Stück der Straße zwischen Rärin und Bubbecke.

Herscheid - Viel Platz zum Wenden ihrer Sattelkipper hatten die Fahrer nicht. Am Abzweig nach Alfrin drehten sie ihre Fahrzeuge dennoch problemlos, um diese rückwärts über die Gemeindestraße in Richtung Rärin zu lenken. 

Bis zu elf Ladungen Asphalt gelangten auf diese Weise in den Baustellenbereich, in dem die Firma Spies am Freitag rund 700 Meter Fahrbahndecke erneuerte. „Das ist der letzte Teil unseres Deckenprogramms für dieses Jahr“, erklärte Bernd Wittemund vom Herscheider Tiefbauamt, der sich ein Bild vor Ort machte. Auf dem Teilstück der Strecke zwischen Rärin und Bubbecke mussten die Bauarbeiter mehrere Kanaldeckel anheben, was zusätzlichen Aufwand bedeutete. 

Zu Wochenbeginn hatte die Firma Spies bereits ein rund 300 Meter langes Teilstück der Gemeindestraße zwischen Hüinghausen und Rammsiepen erneuert. Diese Maßnahme sei auch deshalb notwendig gewesen, um das Oberflächenwasser besser lenken zu können; damit trage die erneuerte Fahrbahn auch zum Hochwasserschutz in Hüinghausen bei, sagt Wittemund. 

Über mangelnde Aufgaben konnte sich das Tiefbauamt in den letzten Wochen und Monaten nicht beklagen. Rund 300 000 Euro hat die Gemeinde in das Deckenprogramm investiert und dafür etwa 3,8 Kilometer des eigenen Straßennetzes erneuert. „So viel habe ich in einem Jahr noch nie verbaut“, betont Wittemund. Zum Vergleich: In den Jahren 2016 und 2017 hat die Gemeinde 565 700 Euro in das Streckennetz investiert. Auch das waren bereits aufgestockte Summen, die durch Einsparungen im Haushalt realisiert werden konnten. 

Neben den beiden genannten Maßnahmen wurden in diesem Jahr Teile der Alten Dorfstraße, der Jahnstraße, der Körnerstraße, des Falkenweges sowie Straßenabschnitte bei Kiesbert und im Bereich Schlucht / Schöttlerei erneuert. Hinzu kommen 55 000 Euro für Flickarbeiten durch Fremdfirmen sowie Materialausgaben für den Bauhof, der bei akutem Bedarf die Verkehrssicherheit mit Kaltasphalt wieder hergestellt hat. Außerdem hat das Herscheider Bauamt die Sanierung der Landstraße 561 inklusive Kreiselbau in Grünenthal betreut und die Baustraße am Rotmilanweg errichten lassen. 

Angesichts einer Länge von 110 Kilometern besteht im Herscheider Straßennetz allerdings weiterhin großer Sanierungsbedarf. Alle Problemstellen auf einen Schlag können auch weiterhin nicht beseitigt werden. Daher wird der Bau- und Planungsausschuss in seiner Sitzung am 12. November eine Prioritätenliste für das Jahr 2019 besprechen müssen.

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