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Das Teilen haben die Kinder von
St. Martin gelernt

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Von: Dirk Grein

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Nach einem Jahr Pause haben die Kinder und Eltern der DRK-Kindertagesstätte wieder viele Lebensmittel und weitere Spenden für die Lüdenscheider Tafel gesammelt.
Nach einem Jahr Pause haben die Kinder und Eltern der DRK-Kindertagesstätte wieder viele Lebensmittel und weitere Spenden für die Lüdenscheider Tafel gesammelt. © Foto: Grein

„St. Martin hat den armen Menschen geholfen und wir wollen das auch machen“, sagt das kleine Mädchen, das auf die sechs prall gefüllten Einkaufskörbe im Eingangsbereich der DRK-Kindertagesstätte zeigt. Diese haben Kinder und Eltern in den letzten Wochen mit Gaben füllen können, die über die Lüdenscheider Tafel Hilfsbedürftigen im heimischen Raum schöne Feiertage bescheren sollen.

Herscheid - Dabei ist einiges zusammengekommen, wie die Kinder stolz zeigen: Nudeln, Tee und Waschmittel entdecken sie in den Körben, aber auch Stifte, Waschmittel, Toilettenpapier und Hundefutter. Die Sorge, die Spendenaktion des Kindergartens könnte nach einem Jahr Corona-Zwangspause in Vergessenheit geraten sein, habe sich letztlich als unbegründet erwiesen, stellte Elke Haase erleichtert fest. „Wie schön, dass die Sammlung in diesem Jahr wieder stattfinden konnte“, sagt die Leiterin der Kita.

Mit den Kindern sei rund um das Martinsfest über das Thema Teilen gesprochen worden. Den Kleinen sei bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es an Weihnachten reich gefüllte Teller und viele Geschenke gebe. Und so gingen in den letzten Tagen und Wochen zahlreiche Sachspenden in der Einrichtung am Nelkenweg ein.

„Der Bedarf ist groß“, bestätigte Steffi Richter, ehrenamtliche Helferin der Tafel. Durch die Corona-Pandemie sei der Wareneingang leicht rückläufig. Umso erfreulicher seien verlässliche Spender wie die Herscheider Kita. Die sechs gefüllten Körbe „bringen uns ein Stück weiter“, erzählt Steffi Richter. Die Gaben aus Herscheid wurden bei den letzten Ausgaben vor dem Weihnachtsfest ausgeteilt.

Elke Haase nutzte die Spendenübergabe, um sich bei den Eltern der Kinder zu bedanken – nicht nur für die Abgabe von Lebensmitteln, sondern für das entgegengebrachte Vertrauen und das Verständnis im gesamten Jahr. 2021 habe viele Herausforderungen für die Familien und die Einrichtung mit sich gebracht. Mit vereinten Kräften sei es gelungen, all die damit verbundenen Aufgaben zu lösen, was auch ein Verdienst ihrer kreativen Kolleginnen gewesen sei.

Als Beleg nannte Elke Haase die letzten Wochen: Auch wenn keine gemeinsamen, großen Feiern in der DRK-Kita möglich waren, sei es gelungen, dass in allen Gruppen Adventsstimmung zu spüren war. „Corona soll und darf uns nicht bestimmen“, sagt Elke Haase. Sie sei zuversichtlich, dass spätestens ab Frühjahr ein Aufwärtstrend spürbar werde. „Wir hoffen, dass ein großes Stück Normalität wieder in unseren Alltag zurückkommen kann“, überwiegt bei der Einrichtungsleiterin nach einem anstrengenden Jahr die Zuversicht.

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