Wintersport boomt

Corona und die Loipe: Immer mehr Langlauf-Fans in Herscheid

Die Ebbekamm-Loipe ist in den vergangenen Wochen so gut wie selten zuvor.
+
Die Ebbekamm-Loipe sei in den vergangenen Wochen so gut wie selten zuvor besucht worden.

Selten war hier wohl so viel los wie in den vergangenen zwei Wochen: Die Ebbekamm-Loipe erfreut sich derzeit besonders großer Beliebtheit – für die Ehrenamtlichen, die sich um die Loipe kümmern, ist dies jedoch nicht nur ein Grund zur Freude.

Herscheid – „Wir erleben einen Langlauf-Boom“, sagt Uli Selter zu seinen Beobachtungen. Der Attendorner ist Langlauftrainer und – wenn genug Schnee liegt – regelmäßig in der Loipe aktiv. Er freut sich über das wachsende Interesse am Wintersport, doch in diesen Zeiten sind seine Gefühle gemischt: „Viele Langläufer trainieren einzeln und mit Abstand. Auf den Wegen gibt es aber auch größere Gruppen, die eng zusammen sind.“ Das sei schon gefährlich, findet er.

Probleme mit Schlittenfahrern und Spaziergängern

Ein zusätzliches Problem seien immer mehr Schlittenfahrer und Spaziergänger, die durch die Langlauf-Spur laufen würden. „Trotz Schildern und Hinweisen wird darauf keine Rücksicht genommen. Und als Langläufer kommt man kaum durch.“ Dabei stecke der Loipen-Förderverein viel Arbeit in das Präparieren der Strecke. „Ohne diesen Einsatz wäre das hier gar nicht möglich“, lobt Selter die ehrenamtlich tätigen Loipen-Förderer, die mit ihrem Spurgerät für eine klassische Langlaufspur auf der Nordhelle sorgen.

Auch Hansjörg Schulte ist als Vereinsvorsitzender in diesen Tagen fleißig im Einsatz: Vor dem Wochenende konnte er erstmals in diesem Winter die ganze Strecke spuren. Doch auch er sagt: „Auf dem Panoramaweg und in Richtung Robert-Kolb-Turm sind einfach zu viele Fußgänger.“ Die Folge: Teile der Loipe seien schnell stark zertreten und nur schwer zu befahren.

Besser laufe es dagegen rund um den Rehberg und am Forsthaus Ebbe. „Da sind nur wenige unterwegs.“ Generell empfiehlt Schulte, möglichst früh auf die Nordhelle zu kommen. Sobald es hell ist, würde gespurt. Auch abseits des Wochenendes könne man hier den zahlreichen Besuchern aus dem Ruhrgebiet eher aus dem Weg gehen.

Langlaufen in Corona-Zeiten hält Schulte für unbedenklich: „Allein durch die Skier hat man schon Abstand zu anderen Wintersportlern.“ Dennoch müsse man genau auf die Kontaktbeschränkungen achten.

Darüber hinaus warnt der Förderverein davor, dass wegen der hohen Schneelast jederzeit mit dem Abbrechen von Baumkronen und Ästen gerechnet werden muss. Daran sollte auch das Wetter der nächsten Tage zunächst nicht viel ändern. „Wir hoffen, dass es so winterlich bleibt und sich die LanglaufSaison verlängert.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare