Geimpfte Erzieherin ist betroffen

Corona-Fall im Familienzentrum: Zwei Drittel der Kinder in Quarantäne

Alle Eltern des Familienzentrums werden gebeten, die bereits verteilten Corona-Schnelltests daheim mit den Kindern zu nutzen, um den Gesundheitszustand zu beobachten.
+
Alle Eltern des Familienzentrums werden gebeten, die bereits verteilten Corona-Schnelltests daheim mit den Kindern zu nutzen, um den Gesundheitszustand zu beobachten.

Diese Nachricht sorgt für Wirbel im Evangelischen Familienzentrum Unterm Regenbogen: Nachdem sich der Verdacht einer Corona-Infizierung im Mitarbeiterteam bestätigt hat, musste am Donnerstagvormittag ein Großteil der Kinder aus der Einrichtung geholt und in häusliche Quarantäne gebracht werden. Betroffen sind etwa zwei Drittel der 89 angemeldeten Kinder.

Herscheid - Die Eltern waren per Kindergarten-App bereits am Mittwochabend über einen Verdachtsfall in Kenntnis gesetzt worden. Einrichtungsleiterin Christiane Krüger hatte in dieser Nachricht darum gebeten, dass die Kinder am Donnerstag, vor dem Gang in den Kindergarten, daheim einen Schnelltest durchführen sollten. Derlei Tests stellt das Familienzentrum den Eltern der Einrichtung wöchentlich kostenlos zur Verfügung.

Info per Kita-App

Zunächst lief der Betrieb am Donnerstagvormittag normal an. Die Gruppen waren bereits gut gefüllt, als gegen 9 Uhr die Bestätigung vorlag, dass sich eine Erzieherin – obwohl sie in vollem Umfang gegen das Coronavirus geimpft ist – damit infiziert hat.

Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises bat Christiane Krüger erneut per Kita-App darum, dass alle Kinder, die zu Wochenbeginn in der Einrichtung waren und eventuell Kontakt zu der Erzieherin hatten, umgehend abgeholt werden sollten. Sie und auch Eltern, die am Montag oder Dienstag zur Eingewöhnung in der Einrichtung gewesen sind, müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

Dass nun fast 60 Familien betroffen sind, liegt auch daran, dass das Familienzentrum zuletzt in einen regulären Betrieb übergegangen ist, mit gruppenübergreifenden Kontakten. Dessen ungeachtet seien die vorgegebenen Schutzmaßnahmen strikt umgesetzt worden, betont Christiane Krüger. Exemplarisch nennt sie regelmäßiges, gründliches Händewaschen und Desinfizieren, so viele Aktivitäten im Freien wie möglich und kontinuierliches Testen aller Mitarbeiter. „Wir haben alles gemacht, was wir leisten konnten“, betont Christiane Krüger.

PCR-Abstrich

Den betroffenen Eltern wird geraten, die bereits verteilten Schnelltests zu nutzen und den Gesundheitszustand der Kinder genau zu beobachten. Außerdem wird in Kürze ein PCR-Abstrich bei den Kindern und Eltern durchgeführt, die in Quarantäne sind.

Der Betrieb im Familienzentrum läuft derweil weiter – aber nur für Kinder, die am Montag und Dienstag nicht in der Einrichtung waren. Eltern werden gebeten, ihre Kinder dafür telefonisch oder per Email anzumelden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare