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Corona beim Hausarzt: Nächste Praxis im MK unter Quarantäne

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Von: Maximilian Birke

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 Seit Mittwoch und noch bis zum 13. Dezember werden Patienten in der Gemeinschaftspraxis Jacques nicht mehr behandelt.
 Seit Mittwoch und noch bis zum 13. Dezember werden Patienten in der Gemeinschaftspraxis Jacques nicht mehr behandelt. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Gemeinschaftspraxis Jacques befindet sich in Quarantäne. Seit Mittwoch und noch bis zum 13. Dezember werden Patienten in der Praxis nicht mehr behandelt. Auch Hausbesuche finden nicht statt. Wie Dr. Jutta Jacques auf Anfrage bestätigt, gebe es in der Praxis Corona-Fälle.

Herscheid – Wie viele Corona-Fälle es sind, möchte die Hausärztin nicht angeben und beruft sich dabei auf ihre ärztliche Schweigepflicht.

Potenzielle Ansteckungsmöglichkeiten gebe es trotz der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen verschiedene. Aus diesem Grund könne und möchte Jacques den Corona-Ausbruch in der Praxis nicht auf einzelne Personen zurückführen. Eine Zunahme bei positiven Tests beobachte sie derzeit allgemein: „Fast alle der weggeschickten PCR-Tests von Patienten sind positiv“, berichtet Jacques.

Als problematisch stuft sie zudem ein, dass Angehörige von Infizierten – die selbst nicht unter Quarantäne stehen, weil sie geimpft sind – zum Teil in die Praxis kommen. Sie holen Rezepte oder Krankmeldungen ab. Heikel sei ebenso, dass Patienten mit coronatypischen Symptomen die Sprechstunde besuchen, obwohl sie dies wegen des hohen Risikos nicht sollen. Am Eingang wird mit einem Aushang extra darauf hingewiesen.

Positive PCR-Tests, die es in der Praxis momentan immer wieder gibt, stammten zu einem großen Teil von Patienten, die gegen das Coronavirus geimpft sind, berichtet Jacques. Viele dieser Patienten hätten auch die typischen Symptome einer Corona-Erkrankung.

In dieser Woche konnten sich die Patienten von Jutta und Michael Jacques noch telefonisch beraten lassen. Krankmeldungen und Rezepte wurden zum Teil am Fenster ausgegeben. „Das Telefon schellte ununterbrochen“, berichtet die Hausärztin. Eine große Belastung für das Team, das ohnehin alle Hände voll damit zu tun hatte, die Termine für die Zeit der Quarantäne abzusagen beziehungsweise zu verschieben.

Telefonische Beratung soll es in der kommenden Woche nicht mehr geben. „Die Praxis ist offiziell vollständig geschlossen“, so Jacques. Die Vertretung übernehme die benachbarte Gemeinschaftspraxis Hauswald. Die hatte in dieser Woche übrigens Urlaub, sodass ab Mittwoch keiner der Herscheider Hausärzte für Untersuchungen zur Verfügung stand.

Termine für Untersuchungen und für Corona-Schutzimpfungen sind bei Jacques in der Woche ab dem 14. Dezember wieder möglich.

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