Nach medizinischem Notfall

CO-Warnmelder schlägt an: Herscheider Feuerwehr mit Großaufgebot im Einsatz

Mit einem großen Aufgebot war die Herscheider Feuerwehr nach Vogelsang ausgerückt.
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Mit einem großen Aufgebot war die Herscheider Feuerwehr nach Vogelsang ausgerückt.

Am Mittwochabend führte in Vogelsang wortwörtlich eins zum anderen: Der Rettungsdienst war im Einsatz, um einen medizinischen Notfall zu versorgen, als der Kohlenmonoxid-Warnmelder eines Sanitäters anschlug. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit Kräften aus allen vier Löschgruppen an.

Herscheid - Kurz vor 18 Uhr wurde am Mittwoch die Freiwillige Feuerwehr Herscheid alarmiert. In einem Wohnhaus in Vogelsang hatte der Kohlenmonoxid-Warnmelder eines Sanitäters angeschlagen. Solche Warnmelder tragen die Einsatzkräfte an ihrer Arbeitskleidung. Der Rettungsdienst hatte in Vogelsang einen medizinischen Notfall versorgt, der aber in keinem Zusammenhang mit einer CO-Vergiftung stand, wie der stellvertretende Feuerwehrleiter Michael Geck betonte.

Die hinzugerufene Feuerwehr rückte mit 29 Einsatzkräften der Löschgruppen Herscheid, Rärin, Hüinghausen und Neuemühle (diese kamen mit ihrem Spezialfahrzeug für Gefahrgut-Einsätze) an. „Ein Trupp ist unter Atemschutz vorgegangen und hat das Haus vom Keller bis ins Dachgeschoss durchgemessen“, erklärte Geck. Dafür wurde ein spezielles Gerät eingesetzt, das sehr genau die Konzentration von Schadstoffen in der Luft feststellen kann.

In der kleinen Ortschaft Vogelsang an der L879 befand sich die Einsatzstelle. Zwei Wehrfahrzeuge waren etwas unterhalb in Stellung gebracht worden.

Bei Kohlenmonoxid handelt es sich um ein Gas, das zum Beispiel bei der unvollständigen Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen entsteht. In höheren Konzentrationen wirkt es als starkes Atemgift. Das Gas blockiert den Sauerstofftransport im Blut. Kohlenmonoxidvergiftungen können daher innerhalb kurzer Zeit zum Erstickungstod führen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten während des Einsatzes in Vogelsang jedoch kein CO nachweisen. „Das Messergebnis war null“, sagt Geck. Nachdem das Haus freigemessen war, durften die Bewohner in die Räume zurückkehren. Rettungsdienst und Notarzt waren zwischenzeitig abgerückt.

Worauf der CO-Alarm zurückzuführen war? Michael Geck vermutete einen Defekt am Messgerät des Rettungsdienstes als Ursache „oder andere Umgebungseinflüsse“. Nach rund einer Stunde konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

Auf der Landstraße 879 kam es durch das große Fahrzeugaufgebot zu geringfügigen Verkehrsbehinderungen; eine Sperrung war jedoch nicht notwendig.

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