Bunter Frauenkarneval mit Sketchen, gemeinsamer Büttenrede und Schunkelmusik

Herscheids letzte Närrinnen?

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Im Vorjahr hatte Bernd Losert den Herscheider Frauenkarneval erstmals musikalisch gestaltet. Gestern erhielt er Unterstützung von Sängerin Ingeborg Rath, die gemeinsam mit den Närrinnen Stimmungslieder anstimmte.

HERSCHEID - Dass Lachen die beste Medizin ist, bewies der Frauenkarneval am Mittwochnachmittag im Cyriakusheim.

Margret Bruns, die Leiterin der gastgebenden Frauengemeinschaft, ließ sich trotz eines Außenknöchelbruchs nicht davon abhalten, durch das Programm zu leiten. Im Rollstuhl sitzend hatte sie eine Luftschlange um ihr lädiertes Bein gewickelt und moderierte die letzte verbliebene öffentliche Karnevalsfeier Herscheids; bekanntlich wurde der Gemeindekarneval aus organisatorischen Gründen abgesagt. 

Knapp 40 kostümierte Närrinnen schunkelten zu den Klängen des Duos „Magic Sound“, bestehend aus Sängerin Ingeborg Rath und Musikus Bernd Losert. Die bekannten rheinische Stimmungslieder sangen die Besucherinnen textsicher mit. 

Das „Programm ohne Programm“ bot manch einen ulkigen Auftritt. Nach der gemeinsam gesprochenen Büttenrede „Im Nachthemd mit brennender Kerze“ hatten die Klatschtanten Gisellla (mit drei L) und Annemie Lust auf Eis, freuten sich aber auch über Herzhaftes. Ingrid Stahlschmidt hob die Vorteile das Rentner-Daseins hervor, ehe Pfarrer im Ruhestand Hans Erlemeier seinen Ärger über die in der Kirche schlafende Berta Luft machte. 

Im Sketch mit Stefanie Ullrich verdeutlichte Erlemeier, wie kompliziert es sein kann, eine Tasse Kaffee zu bestellen. Nachdem Bärbel Annacker die Pflichten einer Hausfrau in Erinnerung gerufen hatte, lud Stefanie Ullrich zum Kreuzworträtseln ein. Gesucht unter anderem: ein Begriff für das Mittagessen von Pfarrer Patrick Schnell. Antwort: ein Schnellimbiss.

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