Bürgerradweg: Zweiter Abschnitt geplant

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Bauamtsleiter Lothar Weber hatte alles Wissenswerte parat für die SPD-Politiker und den Behördenleiter, was den neuen Bürgerradweg angeht.

Herscheid - Der erste Abschnitt des Bürgerradweges verbindet Herscheid mit der Ortslage Müggenbruch. Eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem Land sorgt dafür, dass nur die Planungskosten den Gemeindehaushalt belasten. Auch für den derzeit angedachten zweiten Bauabschnitt, ist eine derartige Realisierungsmöglichkeit sehr wahrscheinlich.

Dass ist für einen Bürgermeister, die Kommunalpolitiker und nicht zuletzt die Einwohner einer Kommune ein Idealzustand. Man möchte eine Maßnahme durchführen, weil sie sinnvoll und notwendig ist. Und dann findet man zudem noch eine Institution, die dafür zu einem großen Teil die Kosten übernimmt.

Wer sich eine derartige Konstellation einmal anschauen, sie eventuell sogar in ihrer ursprünglichen Nutzungsform ausprobieren möchte, kann dieses am neuangelegten Bürgerradweg zur Ortslage Müggenbruch.

Anstelle dessen auf eine komplizierte und vermutlich deutlich teurere Variante für einen kombinierten Geh- und Radweg entlang der L561 zu setzen, einigten sich die Gemeinde Herscheid und der Landesbetrieb Straßen.NRW auf die nun entstandene, rund 400 Meter lange, Lösung.

Die offizielle Bezeichnung hierfür lautet Bürgerradweg und dessen Bau ist förderfähig. Konkret sieht das beim neuen kombinierten Geh- und Radweg so aus: Das Land übernimmt all die Kosten, die mit dem Bau zu tun haben. Im vorliegenden Fall rund 160 000 Euro. Die Gemeinde trägt die Planungskosten, etwa 30 000 Euro. Zusätzlich der Kosten für besondere Optionen, hier die BMX-Anlage und die Beleuchtung, etwa 36 000 Euro.

Nach etwa 400 Metern kommt der erste Teil des Radweges hier an. Direkt rechts gelegen, könnte er auf einer weiteren Trasse bis zur „Weißen Ahe“ künftig weiterführen.

Bereits im Gemeindeentwicklungskonzept 2025 (erstellt im Jahr 2012) gab es unter anderem grundsätzliche Maßgaben im Hinblick auf die Anlage von Radwegen. „Aufgrund der Lage am Rande des Sauerlandes, den daraus resultierenden topografischen Gegebenheiten und der Landschaftsstruktur eignet sich die Gemeinde Herscheid neben dem klassischen Wandern ebenso für den Radwandertourismus“, heißt es darin.

Gleichfalls kommt, unterstützt durch die Entwicklung auf dem Gebiet der E-Bikes/Pedelecs, dem Rad als alltägliches Fortbewegungsmittel immer mehr Bedeutung zu. Dass diese Erkenntnis nicht an den Gemeindegrenzen Halt macht, sieht man beispielhaft auf der Plettenberger Seite. Hier ist der dortige Radweg in Richtung Herscheid derzeit in der „Weißen Ahe“ angekommen. Genau dort möchte man nun nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts mit dem Herscheider Weg ankommen.

„Wir haben uns dafür schon erste Gedanken über eine mögliche Trasse gemacht. Ähnlich wie im aktuellen Fall, wollen wir weitestgehend die alte Bahntrasse nutzen“, so Bauamtsleiter Lothar Weber beim Ortstermin mit den SPD-Vertretern des Rates und weiteren Interessierten.

Im Beisein von Bürgermeister Uwe Schmalenbach und seinem Stellvertreter Wolfgang Vöpel, erläuterte Weber Details, die noch zur Komplettierung des Weges zeitnah zu erledigen seien. Mit dazu zählt noch unter anderem der Aufbau einer Zaunanlage zum Lagerplatz des Bauhofes.

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