Was bringt der Haushaltsplan den Bürgern in 2019 und 2020? 

Die Herscheider Zukunft

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Wofür steht Geld zur Verfügung, wofür nicht? Der Entwurf des Haushaltsplanes lässt erahnen, welche Veränderungen die Herscheider Gemeindeverwaltung in den kommenden beiden Jahren anstrebt.

Herscheid - Er beschreibt auf 563 Seiten die kommenden Projekte der Gemeinde: Der Haushaltsplanentwurf stellt die Weichen für die Entwicklung Herscheids in den Jahren 2019 und 2020.

Uwe Schmalenbach stellte in der Ratssitzung am Montag die Investitionen vor, die dazu beitragen sollen, „unsere Gemeinde noch besser für die Zukunft aufzustellen.“ Welche Projekte das sind und was der Bürgermeister dazu gesagt hat, haben wir für unsere Leser zusammengestellt.

Bildungszentrum: Nach dem Bau der Aula in diesem Jahr folgen im zweiten Bauabschnitt die Sanierung der Klassenräume. Dazu gehört die energetische Optimierung der oft noch aus den 1960er- und 1970er-Jahren stammenden Gebäudeteile. 

Kindergarten: Der DRK-Kindergarten wird derzeit um einen Anbau ergänzt. Daraus resultierende erhöhte Trägeranteile sind im Haushalt berücksichtigt. Infrastruktur: Neben der Straßenunterhaltung soll im kommenden Jahr mit Mitteln des Landesbetriebs Straßen.NRW der erste Abschnitt eines Radweges in Richtung Grünenthal realisiert werden. 

Alter Schulplatz: Durch die Umgestaltung soll die Ortsmitte als Treffpunkt entwickelt werden. Die weiteren Bauabschnitte lassen sich aufgrund vorrangiger Projekte aber nicht unmittelbar im Anschluss durchführen. 

Freibad: Die Sanierung des Schwimmerbeckens schlägt mit Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro zu Buche. Der Doppelhaushalt enthält eine Anfinanzierung im Jahr 2020, die in einem neuen Haushalt 2021 fortgesetzt werden müsste. 

Feuerwehr: Erheblicher Handlungsbedarf besteht in den Feuerwehrhäusern Rärin und Herscheid. Während in Herscheid ein Erweiterungsbau Abhilfe schaffen kann, zeigt sich in Rärin die Notwendigkeit für einen Ersatzbau. Hierfür wird mit Baukosten von 1,4 Millionen Euro gerechnet; der Rohbau soll 2019 erstellt werden.

Breitband: Trotz der Maßnahmen von Innogy und Telekom in diesem Jahr bleiben viele Bereiche in der Gemeinde unterversorgt. Die Hoffnungen des Bürgermeisters beruhen auf dem Förderverfahren, das der Märkische Kreis kommendes Jahr durch eine Vertragsunterzeichnung mit den Anbietern finalisieren will. 

Pflegeversorgung: Der GWU-Neubau in der Ortsmitte verbessert die Wohnungssituation. Zukünftig will sich die Gemeinde neben weiteren Seniorenwohnungen auch um die Schaffung ambulant betreuter Wohnplätze bemühen. 

Klimaschutz: Die Kooperationsvereinbarung zur Gewässerunterhaltung mit dem Ruhrverband soll ab 2019 als Grundlage für eine weitere Renaturierung an den Bächen dienen. Auf diesem Weg soll auch die Industriebrache in der Weißen Ahe beseitigt werden. Außerdem will Herscheid gemeinsam mit vielen Kreiskommunen ein Klimaschutzkonzept erstellen. 

Regionale: Gemeinsam mit den Volme-Kommunen macht sich die Gemeinde auf den Weg, wichtige Zukunftsthemen zu identifizieren. Da Regionale-Projekte prioritär bei der Vergabe von Fördermitteln behandelt werden, wurde inzwischen das Büro nonconform aus Berlin ausgewählt, das den Prozess vor Ort begleitet soll.

Der Haushaltsplanentwurf wird in den kommenden Wochen von den Ratsfraktionen besprochen. Die Verabschiedung ist für die Ratssitzung am 17. Dezember vorgesehen.

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