Breitbandausbau: Zunächst profitiert der Ortskern / Außenbereiche sollen folgen

Vervielfachte Versorgungsrate

Wie hier entlang der Straße „Auf dem Rode“ werden in vielen Bereichen des Herscheider Ortskerns Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt. Mit dem Einziehen der Glasfaserkabel soll Ende Juni begonnen werden. Foto: Grein

Herscheid - Dem Hindernislauf soll die uneingeschränkte Zufahrt auf die Daten-Autobahn folgen: Der Breitbandausbau im Herscheider Ortskern ist zurzeit nicht zu übersehen.

Wie Pilze aus dem Boden schießen aktuell die kleinen Baustellen im Dorfkern. Zahlreiche Gehwege werden geöffnet, weil darin Leerrohre verlegt werden. Ziel ist es, die Breitbandversorgung für die Bürger im Ort zu verbessern. 

Bis zu 120 Megabit pro Sekunde sollen zukünftig verfügbar sein. „Bislang liegt die Versorgungsrate im Ortskern bei 16 Mbit, je nach Lage“, erklärt Bauamtsleiter Lothar Weber. Die aktuellen Maßnahmen der einzelnen Anbieter sollen die „Surfgeschwindigkeit“ für die Herscheider Internetnutzer um ein Vielfaches erhöhen. 

Unabhängig voneinander verbessern die Unternehmen Telekom und Innogy ihre Netze im sogenannten Vectoringverfahren. Dabei werden Glasfaserkabel bis zu den grauen Schaltkästen am Straßenrand gelegt. Der weitere Weg der Daten verläuft von diesen aufgerüsteten Kästen über die „alten“ Kupferkabel in die Haushalte, was zwar einen Qualitätsverlust zur Folge hat, aber dennoch eine Verbesserung der bisherigen Versorgungsrate erzeugt. 

Wann diese nutzbar ist, steht indes noch nicht fest und hängt von vielen Faktoren ab. Die Tiefbauarbeiten für den schnellen Internet-Zugang des Unternehmens Innogy sind beispielsweise zu 50 Prozent abgeschlossen. „Rund drei von insgesamt sechs Kilometern Leerrohren sind verlegt“, weiß Pressesprecher Wieland Dierks. 

Die Bereiche Höher Schule, Müggenbruch und die Kreisstraße 6 sind bereits abgearbeitet. Aktuell werden die Bereiche Plettenberger Straße und Auf dem Rode mit Leerrohren versorgt. Ab Ende Juni soll das Einziehen der Glasfaserkabel beginnen. Im Herbst sei mit dem Ende der Maßnahme zu rechnen, erklärt der Pressesprecher. 

Doch nicht nur der Ortskern soll eine Aufwertung erfahren: Die Tele-Kommunikations-Gesellschaft Südwestfalen möchte auch die Herscheider Außenbereiche mit schnellerem Internet versorgen – und zwar mit Glasfaserkabeln bis zum Endkunden. Ein entsprechendes (kreisweites) Förderverfahren befindet sich in der fortgeschrittenen Phase, sagt Breitbandkoordinator Thilo Deckert: Er erwartet den Förderbescheid für das vierte Quartal. 

Über 300 Ausbaugebiete mit mehr als 44 000 zu versorgenden Haushalt sind definiert worden; bis Ende des Jahres 2020 soll dieser Ausbau abgeschlossen sein, erklärt Thilo Deckert.

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