Brandschutzbedarfsplan auf den Weg gebracht

Die Feuerwehr der Zukunft

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Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr verfolgten die Sitzung des Herscheider Hauptausschusses.

HERSCHEID - Derart gut besucht war der Zuhörerraum bei einer Sitzung des Hauptausschusses selten: Die Mitglieder der Feuerwehr waren zahlreich in den Bürgersaal des Rathauses gekommen, um die Diskussion über den Brandschutzbedarfsplan zu erleben.

„Dieses Thema beschäftigt uns nun seit über eineinhalb Jahren“, erklärte Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Mit externer Hilfe des Büros fortplan aus Bonn ist das über 100 Seiten starke Dokument zusammengestellt worden. Dieses gibt den Ist-Zustand der Herscheider Feuerwehr wider und zeigt auf, wo Verbesserungsbedarf besteht. Nachdem die Verwaltung in jüngerer Vergangenheit verstärkt in den Fuhrpark der heimischen Wehr investiert hat, besteht aktuell Verbesserungsbedarf an sämtlichen Gerätehäusern. 

An der Erstellung des Bedarfsplans waren zahlreiche Akteure beteiligt: Die Firma fortplan erklärte im September den Mitgliedern der Wehrleitung, der Politik und der Verwaltung einen ersten Entwurf. Ein intensiver Beteiligungsprozess schloss sich an: Unter anderem besuchten die Ratsfraktionen alle Löschgruppen. „Der Plan enthält die Handschrift der Wehrleitung“, verdeutlichte Uwe Schmalenbach, dass die Wehrleitung ihre Vorstellungen der zukünftigen Feuerwehr in die Überlegungen mit eingebracht hat. Unter anderem in Form einer Prioritätenliste, die die dringlichsten Handlungsfelder auflistet. 

Erfreulicherweise konnte der Bürgermeister auf aktuell steigende Mitgliederzahlen der Feuerwehr verweisen. Trotzdem können die Herscheider mit der aktuellen Situation nicht zufrieden sein: Das Problem der Tagesverfügbarkeit werde dadurch nicht automatisch behoben. Das Werben um neue Kräfte müsse weiter intensiviert werden, um den zukünftigen Aufgaben gerecht werden zu können. 

Mit dem Inkrafttreten des Bedarfsplanes (der bei der Ratssitzung am 12. März verabschiedet werden soll) geht eine strukturelle Veränderung der heimischen Feuerwehr einher. Die Löschgruppe Reblin muss aus personellen Gründen aufgegeben werden. Um den Brandschutz im südlichen Bereich der Gemeinde auch weiterhin abdecken zu können, sind die Aufgabenbereiche bereits angepasst worden. 

Uwe Schmalenbach nutzte die Ausschuss-Sitzung, um sich bei allen am Prozess Beteiligten zu bedanken, insbesondere bei dem scheidenden Wehrleiter Michael Geck, der unzählige Termine zur Erstellung des Bedarfsplanes wahrgenommen hat. Die Verwaltung werde die anstehenden Erneuerungen begleiten, zum Wohle der Einsatzkräfte und aller Bürger. „Wir haben in Herscheid eine Feuerwehr, auf die wir uns verlassen können und auf die die Bevölkerung stolz sein kann“, betonte Uwe Schmalenbach.

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