Nicht umsonst gewartet

Bläser des Musikzuges stimmen an Heiligabend auf das Weihnachtsfest ein

+
Die Instrumentalisten des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr ließen sich vom Regenwetter nichts anhaben und stimmten ihre Zuschauer musikalisch auf die Bescherung ein. 

Plettenberg - Rund 80 Zuhörer warteten am Markt trotz des Nieselwetters auf die stimmungsvollen Advents- und Weihnachtslieder des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Herscheid.

Pünktlich um 11.20 Uhr ertönte unter der Leitung von Stabführer Benedikt Werzner das erste Lied. Wird an anderen Stellen das eine oder andere Weihnachtslied mitgesungen, hörten hier die Menschen nur andächtig zu und spendeten gerne ihren Applaus. Nur den Applaus? Nein, denn am Ende der Lieder strömten die Zuhörer mit einem kleinen Umschlag bewaffnet auf Roland Bertermann zu. Roland Bertermann, seines Zeichens Schlagzeuger im Musikzug, hatte in Ermanglung seiner Instrumente beide Hände für die Gaben frei und freute sich mit seinen Kameraden über den Zulauf. 

Kleine, nachbarschaftliche Gespräche wurden geführt und man wünschte sich gegenseitig ein gesegnetes Fest und für das Neue Jahr nur das Beste. Und schon stiegen die Kameraden wieder in die Wagen der Feuerwehr. Ab ging es zur nächsten Station am Birkenweg. An insgesamt zwölf Stationen wurde Halt gemacht und der Bevölkerung am Ende der jeweils gespielten Lieder vom Stabführer die Weihnachts- und Neujahrswünsche ausgesprochen. Im letzten Jahr berichteten wir von den Stationen Wagnerstraße und Panne-Eck. Dieses Jahr waren wir am Markt vor dem Adler und in der Straße Am Blumenhang dabei. Auch am Blumenhang 14 ist es schon seit 15 Jahren Brauch, dass sich Alexandra Schmalenbach mit ihrem Mann Uwe und nun auch der Tochter in und mit der Nachbarschaft engagieren, um den Bläsern einen herzlichen Empfang zu bereiten. 

Etwa 80 Zuhörer warteten an Heiligabend trotz Nieselwetters am Markt auf den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr.

Kinderpunsch, Punsch, Spritzgebäck und wer weiß, was noch alles, erwartete die Besucher. Sonst unter freiem Himmel, am vergangenen Sonntag unter einem Zelt geschützt, konnten alle gerne zugreifen. Doch Dienst ist Dienst und Punsch ist Punsch – die Wehrleute kamen erst ihrer selbstauferlegten Pflicht nach und spielten in dem stärker einsetzenden Nieselregen unverzagt die schönsten Weihnachtslieder. Da tat anschließend ein warmes Getränk bestimmt gut. Um die 40 Nachbarn waren gekommen, um die Tradition zu einem Erlebnis zu machen, was wieder gut gelungen war. Erfreulich ist die Entwicklung des Musikzuges: In der letzten Zeit sind fünf junge Musiker dazugekommen, drei alleine aus dem schulischen Musikunterricht. Der Senior der Gruppe, Wolfgang Rotter, bestätigte dem Chronisten, dass es auch ihm noch immer Spaß mache, dabei zu sein. Und das nun mit 77 Jahren. Toll! 

Doch einer aus der Stammmannschaft fehlte. Der Zugführer Thorsten Dreißigacker. In einem Vorgespräch war er froh und so stolz auf seine Kollegen vom Seniorenzentrum „Karl Reeber“ in Lüdenscheid, die es ihm trotz knapper Besetzung ermöglichen würden, bereits Mittags zum Musikzug hinzu kommen zu können. Vielfach steckt, wer auch immer, im Detail und so kam es, dass er am Heiligabend im Dienst ausrutschte, sich dabei verletzte und folglich nicht teilnehmen konnte. Gute Besserung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare