Pädagogisches Konzept des Bildungszentrums: Bewährtes bewahren, Neues wagen

Aus zwei Schulen wird eine

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Die Baustelle aus der Vogelperspektive: Im ersten Arbeitsschritt entsteht direkt an der Bergstraße die neue Aula. Im nächsten Schritt soll ab dem nächsten Jahr der Hauptschultrakt modernisiert und für den Betrieb des Bildungszentrums vorbereitet werden.

HERSCHEID - Die Fortschritte auf der Baustelle am Rahlenberg sind unübersehbar. Und auch hinter den Kulissen wächst das neue Bildungszentrum zusammen. Mit vereinten Kräften wird ein pädagogisches Konzept erarbeitet – eine große Herausforderung für alle Beteiligten.

Die Uhr tickt: Treten keine Verzögerungen auf der Baustelle auf, dann soll der Schulbetrieb im Bildungszentrum nach den Sommerferien 2020 aufgenommen werden. Die Formel lautet dann: „Aus zwei wird eins“. Die beiden Grundschulstandorte in Hüinghausen und in Herscheid werden geschlossen und ziehen gemeinsam in die neuen Unterrichtsräume ein. 

Knapp 18 Monate bleiben den Lehrern und den Mitarbeitern der Offenen Ganztagsgrundschulen noch, um das pädagogische Konzept auf den Weg zu bringen. Die gebildete Arbeitsgruppe hat bereits mit der Unterstützung von Schulberatern der Bezirksregierung Ideen gesammelt und Ziele festgesetzt. Mit einem ersten Ganztagstreffen in Gummersbach in der Vorwoche begann nun die intensive Phase. 

Neben dem genaueren persönlichen Kennenlernen stand der Austausch über Stärken und Besonderheiten der jeweiligen Schulen im Mittelpunkt. Heike Zilinski, Leiterin der Grundschule Hüinghausen, vergleicht diese Vorgehensweise mit einem Backvorgang: „Wir picken die Rosinen aus beiden Kuchen heraus und verwenden sie für einen neuen.“ 

Dass dieser Prozess einschneidende Veränderungen mit sich bringen wird, dessen sind sich die Beteiligten bewusst. Nicht alle lieb gewonnenen Arbeitsweisen können im Zuge der Neuausrichtung erhalten bleiben, das gilt für beide Seiten. Heike Zilinski spricht in diesem Zusammenhang von „Stolpersteinen“, die der eingeschlagene Weg birgt; diese gilt es gemeinsam zu überwinden. 

Den nächsten Schritt gehen die Lehrer nach den Herbstferien: Während einer Hospitationsphase werden sich Herscheider und Hüinghauser Lehrer gegenseitig im Unterricht besuchen. „Jeder Kollege wird einen Tag in der anderen Schule verbringen“, erklärt Heike Zilinski. 

Wie groß sind die Unterschiede in den Arbeitsweisen? Wo liegen die Gemeinsamkeiten? Die gesammelten Eindrücke fließen in das zu erstellende Konzept ein. Die Eltern werden über diese Entwicklungen nicht nur über Elternbriefe, die in regelmäßigen Abständen verschickt werden, informiert. Auch die Beteiligung der Eltern und ihrer Kinder an diesem Prozess ist fest eingeplant. 

Denn, darauf legen die Lehrer großen Wert: Für alle Planungen gilt die Vorgabe, dass das Wohl der Kinder an erster Stelle steht. Deswegen haben die Pädagogen sich für das Motto „Bewährtes bewahren – Neues wagen“ entschieden.

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