Big-Apple in der Ebbegemeinde: Vortrag zu New York

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Herscheid - Es ist die Stadt der Superlative sowie eine Millionenmetropole, von der es heißt, dass sie niemals schläft: New York gilt als Schmelztiegel der verschiedensten Nationalitäten, Mentalitäten und Kulturen. Dr. Stefan Roggenbruck holte diese Stadt mit dem Vortrag der Volkshochschule Volmetal „Der Big Apple in sieben Tagen“ in den Herscheider Bürgersaal.

„Auch in Herscheid kann man Weltreisen machen und dabei mehr über das pulsierende Leben in internationalen Städten erfahren“, begrüßte der Herscheider VHS-Zweigstellenleiter Volker Lübke die rund 20 Gäste. Diesen machte der Referent Dr. Stefan Roggenbruck mit seinem anschaulichen Vortrag sicher Lust auf eine Reise über den großen Teich. Mit ihm konnte ein wahrer Kenner dieses Themas verplichtet werden, denn der Soziologe war bereits etliche Male im Big Apple unterwegs und nahm dort mit seiner Kamera die unterschiedlichsten Ecken unter die Lupe. Mit vielen Fotos seines letzten Besuches 2016, führte er die Zuschauer zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten und auch an weniger bekannte Plätze.

Zunächst ging er kurz auf die Geschichte der Stadt ein, die sich mit ihren fünf verschiedenen Bezirken längst zu einem der attraktivsten Anziehungspunkte für Touristen aus aller Welt entwickelt habe, machte Roggenbruck den beeindruckenden Aufstieg deutlich. Geprägt wird sie Stadt dabei nach wie vor von ihren vielen Einwanderern: „Zu den Spitzenzeiten der Auswanderung nach Amerika kamen bis zu 12 000 Menschen pro Tag nach New York. Hier wurde und wird das multikulturelle Miteinander vorgemacht“, erklärte der Referent, für den es diesbezüglich keinen vergleichbaren Ort gibt.

Nachdem er dem Publikum die grobe Struktur der Stadt, die wegen ihres Umrisses als Big Apple Berühmtheit erlangte, näher gebrach hatte, kam Roggenbruck nicht um die bekanntesten Touristenattraktionen herum: Empire State Building, Brooklyn Bridge, Central Park oder Broadway – sie bilden nur eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung auf einer Reise durch New York nicht fehlen dürfen.

Neben den vielen alten Kirchen, riesigen Brücken und anziehenden Mahnmalen, wie der Gedenkstätte am ehemaligen World-Trade-Center, spielen auch Museen und Musicals eine entscheidende Rolle. „So viel Kultur an einem Ort ist schon etwas Einzigartiges“, fasste Dr. Stefan Roggenbruck das reichhaltige Angebot zusammen. Auch die Probleme der Stadt wurden von ihm beleuchtet, wobei er insbesondere die soziale Schieflage erwähnte. Denn während es auf der einen Seite etwa 500 000 Millionäre und Wohnungen in Wolkenkratzern mit Preisen im Milliardenbereich gebe, erlebe man speziell im Bezirk „Bronx“ tagtäglich, wie Menschen um ihre Existenz kämpfen müssten. „Das soziale Sicherungssystem in Amerika ist nicht mit dem deutschen Modell zu vergleichen. Die staatliche Unterstützung hält sich stark in Grenzen. New York spiegelt auch die extreme Ungleichheit im Land wider“, betonte der Referent die Schattenseiten der Metropole.

Zum Abschluss gab er jenen Veranstaltungteilnehmern, die selbst eine solche Reise planen oder zumindest mit dem Gedanken spielen, noch ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg. So lohne sich zum Beispiel der Kauf von New York-Sightseeing-Pässen, da diese auch den Zugang zu zahlreichen Attraktionen beinhalten. Damit der Trip nach New York nicht zu teuer wird, machte Roggenbruck zudem auf ein besonderes Angebot einiger Museen aufmerksam: Diese würden freitagabends oder sonntagmorgens oft keinen Eintritt verlangen. Der Experte empfiehlt auch, auf das Auto zu verzichten und sich lieber zu Fuß oder mit dem Rad auf Entdeckungstour zu begeben. „Dann sieht man nochmal ganz andere Seiten, die einen faszinieren werden“, begründet er.

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