Abbruchhaus in Friedrichsthal in Herscheid

Besitzer der Bauruine in Herscheid: "Stehe für Verhandlungen bereit"

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Das Eingangstor am Gelände der Friedrichsthaler Bauruine wurde entfernt.

"Mit mir hat bisher noch keiner gesprochen. Ich habe nur gehört, dass die Gemeinde angeblich einen Investor sucht“, sagt Peter Mielcarek, Besitzer des eingestürzten Wohnhauses in Friedrichsthal. Nach dem jüngsten Bericht über den neuesten Stand rund um die Herscheider Bauruine stellte er klar: „Ich stehe für Verhandlungen bereit“.

Herscheid - Dem ehemaligen Inhaber der Firma Heesemann gehört das etwa 25 000 Quadratmeter große Gelände, auf dem sich in unmittelbarer Nähe zum Ahebach und der Landstraße 561 aktuell der Müll nur so stapelt. Der einstige Schmiede-Betrieb ruht schon seit einigen Jahren.

1997 hatte Mielcarek das Unternehmen gekauft und erweitert. Kurze Zeit später folgte die Sanierung des daneben stehenden Wohnhauses. Doch nach der Stilllegung des Betriebes kam es 2015 zu einem weiteren Schicksalsschlag für den Hausherren: Ein Blitzeinschlag mit anschließendem Brand machte sein Anwesen unbewohnbar.

 „Danach habe ich noch zwei Wochen darin gelebt. Dabei hatte ich keinen Strom und keine Heizung mehr. Meine Tochter holte mich zum Glück da raus“, erinnert sich der frühere Unternehmer an die schwere Zeit.

Inzwischen wohnt er in Iserlohn-Letmathe, doch sein einstiges Arbeits- und Wohnumfeld in Friedrichsthal beschäftigt ihn noch immer. Den momentanen Zustand der heruntergekommenen Gebäude bezeichnet er als „traurig“. 

Selbst könne Peter Mielcarek auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr tätig werden, weshalb ein Verkauf durchaus möglich sei: „Ganz verschenken kann ich das Grundstück nicht, aber es müssen keine Reichtümer verdient werden“, geht er nicht näher auf seine finanzielle Forderungen ein und wartet auf eine Rückmeldung der Gemeinde Herscheid.

Abriss macht Fortschritte

Während die Frage nach dem zukünftigen Eigentümer weiterhin ungewiss ist, gibt es auf dem alten Firmengelände immerhin kleine Fortschritte zu erkennen: Das Eingangstor und die notdürftige Absperrung sind verschwunden. 

Dafür war die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises aktiv und nutzte die niedriger gewordenen Pegelstände des Ahebaches dazu, um Sicherungsmaßnahmen am Ufer durchzuführen. Der Bach ist nun deutlich abgeschotteter von der Gebäuderuine und kann kaum noch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Müllberge und Bauschäden dürften jedenfalls nicht mehr so einfach in das Wasser fallen. „Die Sicherung des Flussufers ist erfolgt“ bestätigt Kreissprecherin Ursula Erkens. Zudem verweist sie auf die Tätigkeit der Firma Lobbe: „Die wassergefährdenden Stoffe wurden entfernt.“ 

Vor wenigen Tagen konnte die auftragsgemäße Entsorgung wie geplant abgeschlossen werden, sodass der Kreis seine Aufgaben vor Ort erst einmal alle erledigt hat.

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