Zuständige Mitarbeiterin des Märkischen Kreises verspricht Besserung

Müllablagerung vor Privathaus: Beschwerden ebben nicht ab

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Die Müllablagerung vor diesem Wohnhaus in Weiße Ahe ist nach einem Teilabtransport zwar kleiner geworden. Dennoch beobachtet der Kreis die Situation genau.

Herscheid – Scherben, ein Kühlschrank, daneben eine Mikrowelle, weiter hinten ein TV-Gerät und überall Kleinteile und Schutt. Der Anblick des Vorplatzes eines leerstehenden Hauses in Weiße Ahe ist alles andere als delikat. 

Nachbarn beschweren sich seit Wochen über die unansehnlichen Zustände, die auch Ratten und anderes Ungeziefer anlocken sollen. Nachdem die letzten Nutzer das Wohnhaus von jetzt auf gleich verlassen hatten, wurde dieses entrümpelt – allerdings auf fragwürdige Weise. 

Fenster auf und raus damit, lautete anscheinend die Devise. Das Resultat: Seit gut dreieinhalb Monaten lagern Großteile des Inventars direkt vor der Haustür, für jedermann sichtbar, der die Landstraße 561 von Hüinghausen nach Herscheid (oder in entgegengesetzter Richtung) befährt. 

Der Märkische Kreis als zuständige Behörde ist längst informiert, besuchte die Örtlichkeit gemeinsam mit Mitarbeitern des Herscheider Ordnungsamtes zuletzt am Donnerstag. „Es wird sich etwas tun“, versichert eine Kreis-Mitarbeiterin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Wann der Müll beseitigt wird, dazu kann sie keine Auskunft geben. 

Wie in solchen Fällen üblich, wurde zunächst der Eigentümer der Immobilie ermittelt. Dieser wurde aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Zum genauen Stand des Verfahrens konnte die Kreis-Mitarbeiterin keine Angaben machen. Fest steht, dass zwischenzeitlich zwar die Mülltonnen sowie ein Teil des Abfalls und der technischen Geräte entfernt wurden, allerdings längst nicht alles. 

Leidgeplagte Nachbarn berichten, Teile des Mülls seien über das Gelände verteilt. Die Garagen seien voller Müll, daraus verbreite sich übler Gestank. Der Kreis hat eine Ordnungsverfügung erlassen. Kümmert sich der Eigentümer nicht selbst um die Entrümpelung des Areals, dann wird dies der Märkische Kreis veranlassen und die entstandenen Kosten in Rechnung stellen. Zudem wird mit einem Strafgeld gedroht. 

Weil bei einem solchen Verfahren aber Fristen gewahrt werden müssen und auch eine Klage des Eigentümers möglich ist, kann die Dauer nicht abgeschätzt werden. Die Kreis-Mitarbeiterin gab zu verstehen, dass ein sofortiger Vollzug in diesem Fall nicht verhältnismäßig sei. Ein solcher sofortiger Abtransport sei nur in Fällen durchsetzbar, in denen eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu befürchten sei. 

Dennoch empfahl die Kreis-Mitarbeiterin dem Eigentümer, die Angelegenheit nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Aufgrund der Lage direkt an der Landstraße 561 sei nicht auszuschließen, dass sich die Müllansammlung über Nacht vergrößert und der Aufwand der Entsorgung somit wächst.

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