CDU befürwortet Umbruch in Herscheid, sieht aber auch skeptische Aspekte

Flächenfraß am Rahlenberg

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Jubilarin Sigrid Schröder wurde beglückwünscht von (hinten von links) dem Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider, dem Herscheider CDU-Vorsitzenden Sebastian Moos sowie von dessen Stellvertretern Dirk Voss und Eberhard Kaufmann.

HERSCHEID - Aufgrund einiger krankheitsbedingter Absagen fand die Jahreshauptversammlung der CDU Herscheid in kleiner Runde statt.

Vorsitzender Sebastian Moos warf zunächst einen Blick zurück auf das „Super-Wahljahr“ 2017. Trotz eines engagierten Wahlkampfes mit Hausbesuchen und einem Informationsstand zog der CDU-Kandidat Ralf Schwarzkopf bei der Landtagswahl den Kürzeren: Gordan Dudas gewann den heimischen Wahlkreis – übrigens als einziger SPD-Kandidat in ganz Südwestfalen. „Das tat weh“, gestand Moos. 

Besser lief es für die CDU bei der Bundestagswahl: Obwohl Dr. Matthias Heider im Vergleich zur letzten Wahl Stimmen einbüßen musste, gewann er seinen Wahlkreis. In Herscheid blieb vor allem der Besuch von NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking in Erinnerung, die gemeinsam mit Dr. Heider vor über 100 Zuhörern im Stall von Bauer Dirk Voss in Friedlin sprach. Dabei habe die CDU große Unterstützung seitens der Friedliner Stiefelschützen erhalten, wofür sich Sebastian Moos ausdrücklich bedankte. 

CDU-Fraktionsvorsitzender Eberhard Kaufmann sieht Herscheid dank der Umsetzung der Projekte aus dem Gemeindeentwicklungskonzept im Umbruch. Nach der Neugestaltung der Dorfwiesen werde nun der Alte Schulplatz zu einem „multifunktionalen Mittelpunkt“ umgebaut. 

Die Entwicklung am Rahlenberg verfolgt die CDU hingegen mit gemischten Gefühlen: Während der Bau des Bildungszentrums lobende Erwähnung fand, haderte Kaufmann mit der Erschließung des Baugebietes Rotmilanweg: „Wir sehen den hohen Flächenverbrauch etwas skeptisch.“ Als Gründe nannte der Fraktionsvorsitzende den Umweltaspekt und die in naher Zukunft drohenden Leerstände in der Ortsmitte. 

Die zukünftigen Aufgaben seien vielfältig: Kaufmann sprach die Modernisierung der Feuerwehr, die Umsetzung des Wegenetzkonzeptes und die Stärkung der heimischen Vereine (Stichwort Mitgliederschwund) an. Enttäuscht fügte er zudem an, dass der Tourismus-Aufschwung, der in der heimischen Region zu spüren sei, in Herscheid bislang ausbleibe. „Vielleicht fehlen die passenden Angebote“, fragte sich Kaufmann. 

Freude bereitete dem CDU-Vorstand indes die Ehrung einer engagierten Jubilarin: Sigrid Schröder war viele Jahre Vorsitzende der Ortsunion und der Frauen-Union, stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und ist aktuell in Herscheid zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Nicht genug, dass sie viel Zeit in den Dienst der Öffentlichkeit aufgebracht habe: „Du bist eine großartige Person mit Vorbildfunktion und Strahlkraft“, lobte Vorsitzender Sebastian Moos seine Vorgängerin, die seit 40 Jahren der CDU die Treue hält.

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