Dem Ärger zum Trotz: Zweiter Teilabschnitt auf der L 561 ist nahezu fertiggestellt

Unbelehrbare fahren trotz Sperrung in Baustellenbereich

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Damit die Fahrbahn eine bestmögliche und nahtlose Oberfläche erhält und die Arbeiten schnellstmöglichst abgeschlossen werden konnte, fuhren zwei Asphaltiermaschinen (Fertiger) parallel.

HERSCHEID - Nach dem zweiten Vollsperrungs-Wochenende nähert sich die Baustelle zwischen Herscheid und Hüinghausen ihrer Winterpause.

Die Hauptarbeiten des Teilabschnitts zwei an der Landstraße 561 zwischen Grünenthal und Birkenhof wurden am Samstag abgeschlossen. Auf einer Strecke von rund 700 Metern und 8,5 Metern Breite wurde binnen sechs Stunden die abschließende Asphaltdecke aufgetragen. 

„Der Asphalt ist mit Autobahnasphalt vergleichbar. Er ist extrem belastbar, damit die Fahrbahn dem Lkw-Verkehr standhält“, erklärte vor Ort Bernd Wittemund vom Bauamt der Gemeinde Herscheid, der die Arbeiten am Samstag begutachtete. 

Rund 100 Kilogramm Asphalt wurden pro Quadratmeter aufgetragen. Insgesamt 16 Lastwagen (25-Tonner) bestückten die beiden Fertiger, die parallelfahrend agierten, mit dem Asphalt. „Dadurch ergibt sich eine fast nahtlose Fahrbahndecke“, sagte Wittemund. Die modernen Asphaltmaschinen ermöglichen kleinste Verschiebungen der Schieber, damit die Naht später nicht mehr sichtbar ist. 

Unmittelbar nach dem Auftragen der über 100 Grad heißen Masse verdichteten die Walzen die Fläche. Am frühen Nachmittag waren die Asphaltierarbeiten dann abgeschlossen. „Damit die Oberfläche gut aushärten kann, bleibt die Fahrbahn aber bis Montagmorgen gesperrt“, betonte Wittemund. 

Damit sind zwar die Hauptarbeiten am zweiten von vier Teilabschnitten abgeschlossen, einige Nebenarbeiten stehen aber noch aus, sodass noch nicht genau terminiert werden kann, wann die Fahrbahn wieder komplett in beide Richtung befahren werden kann. „Wir werden abstimmen, was wir dieses Jahr noch machen können und müssen, ansonsten war es das für dieses Jahr“, meinte Bernd Wittemund. 

Im Frühjahr 2018 soll es dann mit dem dritten Teilabschnitt weitergehen. Im Vorgriff darauf könnten vor dem Wintereinbruch noch Arbeiten am Straßenrand und an den Banketten ausgeführt werden. Das Herscheider Bauamt wird sich mit den beauftragten Firmen abstimmen. 

Dass trotz der Hinweise in der Heimatzeitung und ausgiebiger Beschilderung (vom Herscheider Kreisel an) dennoch Fahrzeuge selbst – am Samstagmorgen, als die Arbeiten schon liefen – bis vor die Asphaltiermaschinen fuhren und überrascht wieder drehen mussten, ist für Wittemund absolut unverständlich. Damit die Bewohner Friedlins noch nach Hause kamen, musste ab der Müggenbrucher Kurve die Straße für die Anwohner befahrbar sein, doch ein Schild wies auf die Sperrung hin. 

Zwar herrschten auf der ausgeschilderten Umleitungsstrecke entlang der Oestertalsperre und auch auf dem Schleichweg über Elsen am Wochenende viel Verkehr. Doch einige Unbelehrbare versuchten auch aus der Gegenrichtung von Plettenberg kommend durch die Baustelle zu fahren – vergeblich. „Wir haben Fahrzeugspuren auf der Unterschicht. Ich verstehe das Verhalten dieser Fahrer einfach nicht“, kommentierte Wittemund kopfschüttelnd.

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