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Der Weihnachtsbaum muss weg: So funktioniert es

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Von: Volker Halbhuber

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Die Helfer klappern am 14. Januar alle Straßen in Herscheid ab. archi
Die Helfer klappern am 14. Januar alle Straßen in Herscheid ab. Archivfoto © st

Der Weihnachtsglanz entlang der Straßen in der Herscheider Ortsmitte ist seit dem Wochenende erloschen. Und auch in den Privathaushalten endet die Zeit der leuchtenden Lichterketten: Denn am Samstag, 14. Januar, werden die Weihnachtsbäume in der Gemeinde Herscheid eingesammelt.

Herscheid - In der Zeit von 9 bis circa 15 Uhr sammeln im Dorfzentrum und allen umliegenden Dörfern die ehrenamtlichen Helfer des TV Grünenthal, TuS Herscheid, der Jugendfeuerwehr und des Fördervereins Sporthalle Grünenthal die ausgedienten Weihnachtsbäume ein. Diese werden ihre letzten „Einsätze“ beim Osterfeuer der Jugendfeuerwehr (an Ostersonntag in Reblin) und der Nachbarschaft Friedlin-Grünenthal (an Karsamstag) haben.

Bei der Besprechung der beteiligten Vereine wurden die Sammelbezirke abgesteckt und wichtige Vorgaben besprochen. Dabei gibt es für die Herscheider einiges zu beachten.

Was die ausgedienten Bäume betrifft, so bitten die Organisatoren alle Bürger darum, dass die Bäume frei von Schmuck, Lametta und Metall sind. Adventskränze werden hingegen nicht mitgenommen, da sie nicht verbrannt werden dürfen. Weiterhin wird darum gebeten, dass die ausrangierten Tannen sichtbar auf den Gehwegen platziert sind. „Es gab schon Tannen, die hinter Zäunen platziert waren und wie eingepflanzt wirkten. Die können schon mal übersehen werden. Daher bitten wir darum, die Bäume gut sichtbar zu platzieren“, betont Jan Jarnuczak vom TV Grünenthal.

Die Helfer der vier heimischen Vereine besprachen in Schürmanns Landgasthaus die Vorgehensweise bei der Sammelaktion.
Die Helfer der vier heimischen Vereine besprachen in Schürmanns Landgasthaus die Vorgehensweise bei der Sammelaktion. © halbhuber

Da die Helfer an diversen Punkten in Herscheid starten, sei es wichtig, dass die Bäume am 14. Januar spätestens bis 9 Uhr an den Straßenrändern platziert sind. „Wir haben schon Anrufe bekommen, dass Bäume nicht abgeholt wurden. Wie sich dann herausgestellt hat, war der Baum aber erst am späten Vormittag rausgestellt worden – das bedeutet Mehrarbeit für uns und muss nicht sein“, lautet eine weitere Bitte der Organisatoren.

Zwar arbeiten alle Helfer ehrenamtlich, doch die Vereine sammeln bei diesem Einsatz auch für die Jugendarbeit in ihren Vereinen. „Bitte keine Umschläge oder Geld an die Bäume hängen. Es gibt leider schwarze Schafe in der Gemeinde, die die Strecken abfahren und das Geld von den Bäumen stehlen. Daher bitte nichts an die Bäume hängen“, warnt Christoph Wilk vom TuS Herscheid.

Bitte an die Anwohner

Da die Vereine mit großen Treckern und Lastwagen die Bäume einsammeln, bitten sie die Anwohner darum, darauf am Sammeltag Rücksicht zu nehmen. Autos sollten so geparkt werden, dass die Trecker gut durch die Straßen kommen. Denn: Enge Stellen behindern das Einsammeln und es ist für die Fahrer schwierig, wenn sie wegen fehlender Wendemöglichkeiten lange Wege rückwärts fahren müssen.

Die Organisatoren empfehlen, einen Zettel an dem Baum zu befestigen, auf dem die Adresse der Spender nachzulesen ist. „In der Regel klingeln unsere Helfer an den Türen und fragen nach einer Sammelspende. Die Helfer treten meist in Gruppen auf und die Trecker und Lkw sind direkt in der Nähe“, ergänzt Jan Jarnuczak.

Falls Leute an der Tür vor 9 Uhr oder nach 15 Uhr klingeln und um eine Sammelspende bitten, so sind dies in der Regel nicht die Helfer der gemeinschaftlichen Weihnachtsbaumaktion. „Bitte hier aufpassen“, mahnen die Sammler, damit am Ende des Tages alle Herscheider Bürger ihre Bäume entsorgt haben und die Vereine sich über Spenden für ihre Arbeit sowie „Futter für die Osterfeuer“ Anfang April freuen dürfen.

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