Bauhof und Straßenmeisterei sind seit Freitag nahezu pausenlos im Einsatz

Zwei Stunden Winterchaos

Zwischen Nieder-Holte und Gasmert fuhren sich am Sonntagnachmittag mehrere Autos auf schneebedeckter Straße fest. Vor allem die Verwehungen machten den Fahrern Probleme. Reinhard und Caroline Vedder sowie die Bühners von der Gasmert halfen den Fahrern mit ihren Treckern. Foto: Bühner

HERSCHEID - Der Winter hat die Ebbegemeinde im Griff: Schnee in rauen Mengen in Verbindung mit stürmischen Böen sorgt für mächtig Wirbel auf den Straßen und bringt manch einen Verkehrsteilnehmer ins Rutschen.

„Das größte Problem sind dabei immer noch die Sommerreifen“, erklärt Markus Stief von der Straßenmeisterei Herscheid. Einige wenige Fahrer seien auf den Wintereinbruch nicht vorbereitet gewesen, ganz im Gegensatz zu den Einsatzkräften. 

Mit elf Mitarbeitern ist die Straßenmeisterei seit dem Wochenende nahezu pausenlos im Einsatz. Mit sieben Fahrzeugen wird das etwa 350 Kilometer Streckennetz immer wieder abgefahren; das Aufgabengebiet der Herscheider erstreckt sich von Meinerzhagen bis Neuenrade und von Plettenberg bis Rummenohl. Aufgrund dieser Größe erhält die Straßenmeisterei an schneereichen Tagen wie jetzt Unterstützung von drei Fahrzeugen eines Fremdunternehmers. 

Bislang sei der Winterdienst „ohne außergewöhnliche Vorfälle“ verlaufen, berichtet Markus Stief von Routine-Einsätzen. Lediglich an Steigungsstrecken treten gelegentlich Probleme auf. So wie gestern Vormittag im Bereich der Silbergkurven, wo der Verkehr zwischenzeitlich aufgrund von querstehender Lastwagen zum Erliegen kam. Im weiteren Verlauf der Landstraße 561 kam es kurz vor dem Ebbekreisel zu Behinderungen aufgrund von überfrierender Nässe. Dort kamen fünf Lkw nicht weiter. Die Situation habe man jedoch rasch auflösen können, betont Markus Stiefel. 

Zu schweren Winterunfällen sei es im Gemeindegebiet bislang noch nicht gekommen, erzählte Polizei-Sprecher Dietmar Boronowski. Am Freitag habe sich um 12.26 Uhr in Höhe der Firma Alberts ein Auffahrunfall bei Glätte ereignet. Die beteiligten Fahrer blieben unverletzt. 

Die Feuerwehr-Löschgruppe Rärin musste am Sonntag um 16.42 Uhr ausrücken: Ein Baum war wegen großer Schneelast auf die Gemeindestraße zwischen Rärin und Bubbecke gestürzt. „Wir haben bei allen Fahrzeugen Schneeketten aufgezogen, um für alle Einsätze vorbereitet zu sein“, sagt Wehrleiter Michael Geck. 

Von zwei Stunden „Winter-Chaos“ berichtet Thomas Deitmerg. Der Bauhof-Vorarbeiter und seine acht Kollegen sind derzeit im Dauereinsatz, um das 110 Kilometer lange Streckennetz in Herscheid verkehrssicher zu halten. Keine leichte Aufgabe, vor allem nicht am Sonntagnachmittag. 

Die Verwehungen und der anhaltende Schneefall sorgten für lediglich kurze Verschnaufpausen in Reihen der Bauhof-Mannschaft. Hinzu kamen Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt in der Schützenhalle und das Konzert in der katholischen Kirche, die für Leben im Dorf sorgten. 

Grundsätzlich zeigte sich Deitmerg mit dem Winterdienst zufrieden. Zugleich warb er um Verständnis dafür, dass der Bauhof nicht an allen Stellen gleichzeitig die Straßen freiräumen könne. Manch ein Anrufer müsse sich gedulden, beispielsweise die Fahrer, die sich am Sonntag im Bereich der Linde festgefahren hatten. 

Auch auf der Straße von Nieder-Holte zur Gasmert gab es am Sonntagnachmittag kurzzeitig kein Weiterkommen mehr. Einige Fahrer versuchten zwar ihr Glück, blieben jedoch stecken. Die Gastwirte Reinhard und Caroline Vedder sowie die Landwirte Lasse und Mike Bühner halfen daher den Fahrern; mit Treckern wurden die Fahrzeuge freigezogen.

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