Ein Blick hinter die Kulissen des Bauhofes

Vor allem für die kleinen Besucher war des Probesitzen in den Fahrzeugen des Herscheider Bauhofs etwas Besonderes.

Sie sind die Allround-Talente der Ebbegemeinde, die diese nicht nur sauber halten: Im Rahmen des Tags der offenen Tür präsentierten die Mitarbeiter des heimischen Bauhofs nicht nur ihren Fuhrpark, sondern auch die zahlreichen, zu bewältigenden Aufgaben.

Viele Besucher hatten bisher keine genaue Vorstellung von den umfangreichen Aufgaben der Bauhof-Mitarbeiter und hatten jetzt die Möglichkeit, sich ein genaues Bild davon zu machen. Die große Palette der Aufgaben ist vielseitig. Für einen ersten Überblick fanden Besucher im Büro des Bauhofes eine Zusammenstellung der einzelnen Aufgabengebiete. Die Liste der Arbeiten sei sehr lang und dennoch, so erklärt Thomas Deitmerg, Vorarbeiter des Bauhofes, sei diese Zusammenstellung nur eine Momentaufnahme. „Denn schon morgen kann uns ein Anruf erreichen, mit dem wir eine ganz andere und neue Aufgabe erhalten.“

Ohne die zahlreichen Gerätschaften und den gut funktionierenden Fuhrpark wären manche dieser Aufgaben nicht zu bewältigen. Und so standen am Samstag natürlich die verschiedenen Fahrzeuge im Mittelpunkt. Während die Erwachsenen sich über die Funktionen und Einsatzgebiete der Fahrzeuge informierten, probierten die jüngeren Besucher gerne aus, wie der Bagger Wacker Neuson funktioniert. Unter Anleitung eines Bauhofmitarbeiters konnten sie das Fahrzeug steuern und baggerten hingebungsvoll die Erde von einer Seite zur anderen. Auch das Probesitzen in einem der großen Fahrzeuge bereitete dem einen oder anderen kleinen Besucher sichtlich Spaß.

Im Mittelpunkt des Fuhrparks standen natürlich die beiden Neuzugänge. Der im Juli neueingetroffene Trecker Fendt 312 Vario ersetzte den bisher vorhandenen Lkw und würde hauptsächlich im Winterdienst eingesetzt. Besonders bestaunt wurde von den Besuchern der nagelneue Dreiseitenkipper mit Ladekran, der erst seit Kurzem den Fuhrpark des Bauhofes bereichert. Stefan Bruns führte eindrucksvoll vor, wie man mit dem Ladekran große Baumstämme mühelos anheben und aufladen kann. Alles, was mit Kranarbeiten zu tun hat, könne nun wesentlich einfacher erledigt werden.

Doch was nützen die besten Geräte, wenn man sich nicht um diese kümmert? Auch hierfür hat der Herscheider Bauhof einen Mann für alle Fälle. In der Werkstatt des Bauhofes kümmert sich Dennis Schäfer um alle anfallenden Reparaturen und Wartungen. „Diese betreffen aber überwiegend die Kleingeräte, da der Fuhrpark noch relativ jung ist“, erklärt Schäfer. Viel Eigenleistung in der Werkstatt Bei seiner Tätigkeit in der Werkstatt habe er sich auch mit dem Thema Ladungssicherheit auf den Fahrzeugen beschäftigt und einige Ideen in die Tat umgesetzt. Unter anderem fertigte er verschiedene Halterungen an, mit denen Dieselkanister oder Gasflaschen während des Transports gesichert werden könnten. Hierzu wurden Fahrzeuge des Bauhofes mit einer Grundplatte ausgestattet, an der die Halterungen angebracht werden. Aber auch andere Dinge, die die Aufgaben der Bauhof-Mitarbeiter erleichtern, seien in der Werkstatt entstanden: Sei es ein Schutzgitter für den Schlepper, eine Halterung mit der mehrere Baken und Schilder transportiert werden können oder auch das Blättertaxi, mit dem das Laub auf der Straße recht schnell aufgesaugt wird.

Einen Bezug zum Bauhof besitzt auch der Hubsteiger, den die Firma Dunkel am Samstag auf dem Gelände des Bauhofes aufgestellt hatte. Für einige Aufgaben der Bauhofmitarbeiter würde dieses Fahrzeug benötigt. So zum Beispiel bei Arbeiten an Bäumen oder dem Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung. Wie es sich anfühlt, in schwindelnder Höhe zu arbeiten, konnten die Besucher beim Tag der offenen Tür selbst ausprobieren und erhielten dabei einen Ausblick auf das gesamte Bauhofgelände. Der Besuch beim Bauhof lohnte sich für große und kleine Besucher und wurde durch eine Hüpfburg, Kaffee, Kuchen, Waffeln, Grillwurst und kalte Getränke abgerundet.

Birgit Hüttebräucker

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