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Auszeichnung für Liebe zum Tier: Gnadenhof erhält den Heimatpreis

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Von: Dirk Grein

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Stolz zeigen die drei Erstplatzierten des Herscheider Heimatpreises ihrer Trophäen. Bürgermeister Uwe Schmalenbach (vorne rechts) gratulierte Tobias Clever von der drittplatzierten Arbeitsgemeinschaft Waldspielplatz (links), Ute Rittinghaus vom gleichnamigen Gnadenhof (vorne, Zweite von links) und Edgar Althoff von der zweitplatzierten Elsener Dorfgemeinschaft (vorne, Zweiter von rechts).
Stolz zeigen die drei Erstplatzierten des Herscheider Heimatpreises ihrer Trophäen. Bürgermeister Uwe Schmalenbach (vorne rechts) gratulierte Tobias Clever von der drittplatzierten Arbeitsgemeinschaft Waldspielplatz (links), Ute Rittinghaus vom gleichnamigen Gnadenhof (vorne, Zweite von links) und Edgar Althoff von der zweitplatzierten Elsener Dorfgemeinschaft (vorne, Zweiter von rechts). © Foto: Grein

Die Freude war riesig, als am Montagnachmittag die Gewinner des Heimatpreises im Bürgersaal geehrt wurden. Insbesondere die Erstplatzierte und ihre Begleiterinnen waren sichtlich ergriffen, verdrückten mehr als nur ein Tränchen.

Herscheid - „Ich habe so tolle Leute, die mir helfen“, lobte Ute Rittinghaus auch prompt das Team, das ihr auf ihrem Gnadenhof in Hervel zur Seite steht. Dort wohnt die Herscheiderin bereits seit fast 20 Jahren, zunächst als Pächterin und seit 2010 als Besitzerin. Allein ist sie in der Abgeschiedenheit des Wasserschutzgebietes nie, denn mit ihr wohnen Pferde, Ponys, Esel und etwa 200 Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen, Enten und Gänse – und viele mehr. Alle Tiere haben zuvor ein nicht artgerechtes Leben führen müssen, ehe sie auf dem Gnadenhof ein neues Zuhause gefunden haben.

Dieser Einsatz für Tier, Natur und Mensch war ausschlaggebend dafür, dass sich die Jury des Heimatpreises bei der Vergabe des ersten Platzes (Preisgeld 2 500 Euro) für Ute Rittinghaus entschied. Bürgermeister Uwe Schmalenbach ergänzte, dass die Preisträgerin mit ihrem Märzenbecherpfad zum Erhalt der lokalen Artenvielfalt beitrage.

Den Zweitplatzierten der Dorfgemeinschaft Elsen (Preisgeld 1 500 Euro) dankte der Bürgermeister für deren unermüdlichen Einsatz zur Förderung des Zusammenlebens in der kleinen Ortschaft. Durch die Bewahrung der Traditionen und der Historie sowie der Gestaltung der Gegenwart werde die Identifikation der Anwohner mit Elsen, aber auch mit der Gemeinde Herscheid gestärkt.

Beteiligung erfreulich

Insgesamt waren bei der Gemeinde Herscheid für den Heimatpreis zehn Bewerbungen aus unterschiedlichen Bereichen eingegangen. Dank der Fördermittel des Landes NRW konnte ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5 000 Euro vergeben werden. Die elf Mitglieder des Herscheider Hauptausschusses bildeten die Jury und ermittelten per geheimer Punkteabgabe die drei Erstplatzierten. Der Bürgermeister dankte allen Teilnehmern und auch seinem Mitarbeiter Jan Koopmann, der das Verfahren federführend begleitet hatte.

Bereits toll entwickelt habe sich der Waldspielplatz am Spielberg, lobte der Bürgermeister. Diesen haben einige Nachbarn ehrenamtlich auf Vordermann gebracht, um den Kindern das Erleben der eigenen Umwelt in der waldnahen Fläche zu ermöglichen. Mit dem Preisgeld des Heimatpreises (1 000 Euro für den dritten Platz) möchte die Gruppe die nächsten Ideen umsetzen – und davon gebe es noch einige, versicherte Organisator Tobias Clever.

Dass die vielen ehrenamtlich Tätigen in Herscheid ihr Wirken auch in Zukunft fortsetzen, das wünschte sich der Bürgermeister aus aktuellem Anlass: „Die Pandemie führt dazu, dass sich viele Menschen ins Private zurückziehen.“ Eine Gesellschaft könne jedoch nur dann funktionieren, wenn sich viele Bürger engagieren, einbringen und Themen übernehmen. Die Kommune allein könne nicht alles leisten.

Daher sei der Heimatpreis neben der Honorierung des bereits Geleisteten auch ein Ansporn für alle Teilnehmer und solche, die es einmal werden könnten: „Bleiben Sie weiter aktiv“, wünschte sich Schmalenbach.

Lesen Sie mehr über den Gnadenhof Rittinghaus.

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