BC Herscheid wird angesichts der gelungenen Länderspiel-Premiere mit Lob überhäuft  

Aushängeschild der Region und „geiler Vereinspartner“

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Im Beisein von Bürgermeister Uwe Schmalenbach (links) trugen sich die deutschen Nationalspieler in das Goldene Buch der Gemeinde Herscheid ein. J Fotos: Grein

Herscheid - Ein Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Dank eines gemeinschaftlichen Kraftaktes hat sich der BC Herscheid zu seinem 25-jährigen Vereinsbestehen das schönste Geschenk selbst gemacht und ein begeisterndes Badminton-Länderspiel in sein „Wohnzimmer“ geholt.

So wie am Donnerstagabend hatten die rund 150 Besucher die Rahlenberg-Turnhalle noch nie gesehen: In der Mitte die beiden grün ausgelegten Spielfelder, daneben eine Tribüne aus zusammengesteckten Podesten, auf denen die Zuschauer leicht erhöht Platz nehmen konnten. Verpflegungsbereich für die Ehrengäste, Infostand der Sponsoren, ein Badminton-Verkaufsstand, dazu die gut bestückte Cafeteria im Vereinsheim – in mühevoller Arbeit hatten die Mitglieder des BC Herscheid einen würdigen Rahmen für das erste Länderspiel in der Geschichte der Ebbegemeinde gesorgt. 

„Das ist ein tolles Bild“, lobte Bürgermeister und Schirmherr Uwe Schmalenbach, der mit seiner anschließenden Frage „Wer hätte das gedacht?“ an die vielen Hürden während der Planungsphase erinnerte. Unter anderem war eine erweiterte Baugenehmigung für die Halle nötig, die im Normalfall nicht ausreichend Platz für so viele Besucher bietet. Auch Brandschutzauflagen galt es zu berücksichtigen. 

Dank der Unterstützung vieler Helfer sei es gelungen, diese Herausforderungen zu meistern – dieser Zusammenhalt sei bezeichnend für das Wirken des BC Herscheid, den der Bürgermeister als „Aushängeschild der Region“ bezeichnete. Ganz persönlich dankte Schmalenbach dem Vorsitzenden Günter Kairat, der der Motor des Vereins sei. 

Noch überschwänglichere Lobeshymnen stimmte Heinz Bußmann an: Seit 1999 richtet der Veranstalter aus Delmenhorst Badminton-Länderspiel in ganz Deutschland aus; die Partie in Herscheid war sein Länderspiel Nummer 98. Gemeinsam mit Günter Kairat und dem BCH habe er nun fünf Partien ausgerichtet und „der Günter ist einer der korrektesten, zuverlässigsten und geilsten Vereinspartner, mit denen ich zusammengearbeitet habe.“ Dies sei umso bemerkenswerter, da die Randsportart Badminton hierzulande im Schatten von Fußball, Handball, Eishockey und Volleyball kaum Beachtung findet. 

Die Bilder zum Badminton-Länderspiel

Der Enthusiasmus des Vereins aus dem Sauerland sei daher nicht hoch genug einzuschätzen. Besagter Günter Kairat reichte die Glückwünsche und Lobesworte direkt weiter: „Das alles geht nur mit einem tollen Verein im Rücken, der immer da ist, wenn ich mir wieder neue Schandtaten ausdenke.“ 

Er bedankte sich seinerseits für die Unterstützung der Gemeinde und der Sponsoren, ohne die eine solche Großveranstaltung vor Ort nicht denkbar wäre. Auf die Begrüßung der Schiedsrichter folgte danach der von reichlich Applaus und Fahnenträgern begleitete Einmarsch der Teams: Dabei wurden sowohl die deutschen, als auch die schweizer Akteure von Nachwuchsspielern des BC Herscheid an die Hand genommen. 

Auch die Nationalhymnen durften natürlich nicht fehlen. Danach wurde es auf den beiden Spielfeldern ernst: Die Zuschauer kamen in den Genuss von insgesamt sieben zum Teil packenden Partien, bei denen die Herscheider als Linienrichter, Zähler und Courtwischer halfen. 

Nach über drei Stunden Spielzeit musste Team Deutschland zwar eine saftige 2:5-Niederlage verschmerzen, was der guten Stimmung in der Halle allerdings keinen Abbruch tat. Und auch Moderator Heinz Bußmann geriet bei seinen Abschlussworten ins Schwärmen und wandte sich mit einem Versprechen an Uwe Schmalenbach: „Herr Bürgermeister, in drei Jahren machen wir aus dieser Halle wieder etwas Buntes.“ 

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