„Da wissen wir, wo’s hingeht"

Aufruf der Frauenhilfe erhört: Kleidersammlung für Bethel findet viele Unterstützer

+
Die Vorsitzende der Herscheider Frauenhilfe, Dorothea Vogelsang, sinkt ein in dem Berg an Kleiderspenden. Auch Pfarrerin im Ruhestand Inge Rethemeier und Brigitte Halbhuber scheinen mit dem Ergebnis der gestrigen Kleidersammlung für Bethel zufrieden zu sein.

HERSCHEID - Die Garderobe des Martin-Luther-Hauses musste kurzerhand weichen: Im Foyer des evangelischen Gemeindehauses stapelten sich prall gefüllte Altkleidersäcke.

„Wir brauchen die Aktion nicht groß zu bewerben, sie ist im Dorf zum Glück längst bekannt“, sagt Dorothea Vogelsang. Die Vorsitzende war wenig überrascht, dass schon zu Beginn der Monatsversammlung „ihrer“ Frauenhilfe der Sammelbereich des Luther-Hauses beachtlich gefüllt war. 

Wie viele Säcke für die von-Bodelschwinghschen-Stiftungen Bethel dort seit dem Morgen abgegeben waren, war schwer zu schätzen. Zumal diese Ansammlung noch durch die im Kindergarten Hüinghausen, der zweiten Anlaufstelle vor Ort, ergänzt wurde. 

Ungeachtet der genauen Mengenangabe stellten die evangelischen Frauen erleichtert fest, dass ihr Spendenaufruf erneut von den Bürgern erhört worden ist. Wie lange sie die Aktion bereits unterstützen, konnte nicht genau bestimmt werden. „Seitdem ich in Herscheid bin, auf jeden Fall schon und vermutlich noch zig Jahre länger“, vermutete Pfarrerin im Ruhestand Inge Rethemeier. 

Eines steht fest: Im Laufe der Jahrzehnte haben die Herscheider etliche Tonnen an Altkleidern für den guten Zweck gespendet. Die Frauen erinnerten sich gut an frühere Zeiten, als die Kleidersäcke das ganze Jahr über im (alten) Luther-Haus entgegengenommen und auf dem Dachboden gelagert wurden. 

Damals sei das Spendenaufkommen natürlich wesentlich höher gewesen. Doch viele Spender von einst sind der Frauenhilfe treu gewesen. Aus gutem Grund, wie Vorstandsmitglied Brigitte Halbhuber zugetragen wurde: „Da wissen wir, wo’s hinkommt“, habe man ihr gesagt. Die Kleidersammlung für Bethel genießt – im Gegensatz zu manch anderen Sammlungen dubioser Anbieter – weiter einen guten Ruf. 

Doch wie genau verläuft der weitere Weg der ausgedienten Herscheider Kleider? Ein Lastwagen wird die Säcke aus dem Luther-Haus und aus dem Kindergarten „Arche Noah“ abholen und nach Bethel transportieren, zu den von-Bodelschwinghschen-Stiftung, einer diakonischen Einrichtung in der Menschen mit Behinderung psychischen Beeinträchtigungen und wohnungslose Menschen betreut werden. 

Die Kleider kommen – nach einer vorherigen Überprüfung auf Zustand der Kleidung – den Bewohnern Bethels und Menschen mit geringem Einkommen aus der Region Bielefelds zugute. In der sogenannten Brockensammlung in Bielefeld kann jeder zu günstigen Preisen einkaufen und stöbern. 

Die Erträge aus dem Verkauf der Kleidung werden für die diakonischen Aufgaben von Bethel eingesetzt. „Wie schön, dass wir zu diesem guten Werk einen Beitrag leisten können“, bedankt sich die Herscheider Frauenhilfe bei allen Bürgern, die die Altkleidersammlung unterstützt haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare