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Ofen gerät im Haus in Brand: Zwei Leichtverletzte

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Von: Johannes Opfermann, Maximilian Birke

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Zwei Angriffstrupps gingen vor, um den Brand in dem Wohnhaus schnell unter Kontrolle zu bringen.
Zwei Angriffstrupps gingen vor, um den Brand in dem Wohnhaus schnell unter Kontrolle zu bringen. © Maximilian Birke

Sirenengeheul mitten in der Nacht: Gegen 1.45 Uhr wird die Herscheider Feuerwehr alarmiert. Es brennt in einem Wohnhaus. 35 Kameraden machen sich sofort auf den Weg in das Höhendorf Ober-Holte. Es gab zwei Verletzte.

[Update 27. Februar 11 Uhr] Herscheid – Bei dem Brand in einem Wohnhaus im Herscheider Höhendorf Oberholte wurden in der Nacht auf Samstag zwei Personen leichtverletzt.

Unsanft wurden gegen 1.45 Uhr die Kräfte der Herscheider Feuerwehr aus dem Schlaf gerissen, auch einige Einwohner dürften das Sirenengeheul gehört haben. Im Höhendorf Ober-Holte brannte ein Ofen in einem Wohnhaus.

Sofort rückten die Löschgruppe Herscheid, das Tanklöschfahrzeug aus Rärin und die Löschgruppe Neuemühle aus. Letztere traf zuerst an der Einsatzstelle ein, da das Gerätehaus nur einen Steinwurf von der nächtlichen Einsatzstelle entfernt liegt. Wohl auch daran lag es, dass das Feuer glücklicherweise keine Chance hatte, sich groß auszubreiten.

Wie Herscheids Feuerwehr-Chef Andre Zimmermann an der Einsatzstelle berichtete, war es ein Nachtspeicherofen, der im Erdgeschoss Feuer gefangen hatte. „Auf weitere Teile des Hauses hatte das Feuer noch nicht übergegriffen“, so Zimmermann. Zwei Angriffstrupps – einer aus der Löschgruppe Neuemühle, ein zweiter aus der Löschgruppe Herscheid – gingen unter Atemschutz vor und starten den Löschangriff.

Blau durchleuchtet war die Nacht in Ober-Holte: Die Feuerwehr rückte mit einem beachtlichen Fahrzeug-Aufgebot an.
Blau durchleuchtet war die Nacht im kleinen Höhendorf: Die Feuerwehr rückte mit einem beachtlichen Fahrzeug-Aufgebot an. © Maximilian Birke

Weil der Brand noch in der Entstehungsphase war, brachten die Wehrkräfte ihn schnell unter Kontrolle. Dennoch war es Knochenarbeit, das noch heiße, demolierte Elektrogerät zu demontieren. Mit Feuerwehr-Spezialwerkzeug wie dem Halligan-Tool gelang es den Einsatzkräften aber. Anschließend schleppten sie den schweren Nachtspeicherofen mit vereinten Kräften aus dem Haus.

Die zwei Leichtverletzten, die offenbar Rauch eingeatmet hatten, wurden an den Rettungsdienst übergeben und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Während drinnen der Löschangriff lief, hatten sich die Löschgruppenmitglieder draußen um die Ausleuchtung der Einsatzstelle gekümmert. Zudem wurde Streusalz ausgebracht, denn stellenweise waren die Straßen in Ober-Holte zur Nachtzeit spiegelglatt.

Stellenweise war es in Ober-Holte spiegelglatt: Zur Sicherheit der Einsatzkräfte brachte die Feuerwehr daher Streusalz aus.
Stellenweise war es in Ober-Holte spiegelglatt: Zur Sicherheit der Einsatzkräfte brachte die Feuerwehr daher Streusalz aus. © Maximilian Birke

Das Haus wurde schließlich gelüftet und an den Eigentümer zurück übergeben. Beendet war der Einsatz nach rund zwei Stunden. „Wir waren mit 35 Einsatzkräften hier“, bilanzierte Andre Zimmermann, der froh war, dass nichts Schlimmeres passierte.

Zusätzlich zur Feuerwehr waren auch Einsatzkräfte vom DRK Herscheid, zwei Einsatzkräfte des kommunalen Rettungsdienst und die Polizei vor Ort.

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