Hörmobil auf dem Herscheider Wochenmarkt

Auch Ohren brauchen Ruhe

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Das Hörmobil bot auf dem Wochenmarkt einen kostenlosen Schnelltest an. 

Wie gut hören Sie eigentlich? Das konnten die Besucher des Herscheider Wochenmarktes gestern bei einem Schnelltest im Hörmobil der Fördergemeinschaft für gutes Hören prüfen. Es gibt laut Thorsten Faust, Inhaber der „Großen Hörwelt“ in Herscheid, verschiedene Gründe, warum man gerade im Alter schlechter hört, wichtig sei jedoch, dass die Ohren auch mal Ruhe bekommen.

„Die Ohren müssen sich zwischendurch erholen. Das gilt auch für junge Menschen. Es ist nicht schlimm, mal Musik zu hören oder in die Disco zu gehen, aber ein Ausgleich ist für die Ohren dann wichtig“, sagt Thorsten Faust. Zum Beispiel sollte man beim Joggen die Ohrstöpsel einfach mal weg lassen, keine Musik dabei hören, sondern die Ruhe der Natur genießen. Ohne Erholung könne es irgendwann zu einem Hörsturz kommen. Nicht gut hören zu können, habe nicht ausschließlich mit Lärmschäden durch einen Beruf an der Maschine zu tun, erklärt Thorsten Faust.

Ziel des Hörmobils war, auf das Problem der Hörminderung aufmerksam zu machen, da viele durch Hörverlust im Leben eingeschränkt seien: Manche würden deshalb Veranstaltungen meiden und das schlimme sei, dass der Hörverlust sich nur langsam einschleiche.

Das Angebot wurde gut angenommen. Bereits in der ersten Stunde waren elf Interessierte gekommen und es sammelten sich immer wieder einige auf den Wartestühlen vor dem Mobil, vor allem ältere Bürger. „Im Alter sollte man ab und zu gucken lassen, ob die Ohren noch in Ordnung sind. Auf dem Markt bot sich das an und so etwas sollte man wahrnehmen“, sagt die Herscheiderin Renate Zimmermann. Wenn man sich vornehme, in den Laden zu gehen, zur Überprüfung, verschiebe man dies ja doch oft.

Im Mobil setzten sich die Teilnehmer Kopfhörer auf, über die Töne in fünf verschiedenen Frequenzen – tief, mittel und hoch – abgespielt wurden, sodass Thorsten Faust den möglichen Hörverlust messen konnte. Die Ergebnisse trug Faust in einen Hörpass ein, den die Interessierten zuvor bekommnen hatten. Eine farbliche Auswertung zeigte, ob das Höhren in Ordnung ist, ein leichter Hörverlust festgestellt wurde oder eine eindeutige Hörminderung vorliegt.

Gründe für einen Hörverlust könnten Medikamente sein wie Antibiotika, Impfen oder eine Chemotherapie, nannte der heimische Experte einige Beispiele.

Nicht gut für die Ohren seien Wattestäbchen. Dadurch könnte man die Ohren selbst verstopfen und vor allem wenn die Ohren nass seien, könnte sich etwas von der Watte im Ohr festsetzen. „Die Säuberung regelt das Ohr von ganz alleine“, sagt Thorsten Faust. Zudem würden ein Sekret im Ohrenschmalz und die Härchen im Ohr dafür sorgen, dass keine Tierchen hinein gelangen könnten. Ab und zu könne man Wattestäbchen benutzen, wichtig sei dabei jedoch: nicht zu häufig, zu regelmäßig und nicht zu weit in das Ohr schieben.

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