Kleine Kapelle in Apostelkirche denkbar

"Ein Schatz, der Schutz bedarf": Großes Interesse an Kirchenkonzeption

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Die Besucher der Gemeindeversammlung informierten sich ausgiebig über die Unterschiede der Gestaltungskonzepte.

Herscheid – Der Abbau des Flügelaltars in der Apostelkirche war das Herscheider Aufreger-Thema zum letzten Jahreswechsel. Nach mehreren kritischen Stimmen aus der Bevölkerung gibt es nun Antworten auf die Frage, wie die Kirche in Zukunft aussehen soll. 

Dazu veranstaltete das Presbyterium unter dem Motto „Apostelkirche im Gespräch“ einen Informationsabend, der sich rund um die künftige Gestaltung des Gotteshauses drehte. Knapp 60 Gäste zeigten mit ihrer Teilnahme das große Interesse an dem Thema, sodass kein einziger Platz im Martin-Luther-Haus leer blieb. 

„Es gilt, unsere Apostelkirche zu bewahren und zu gestalten“, betonte Gemeindepfarrer Bodo Meier das grundsätzliche Ziel der Gemeinde. Die Kirche sei kein „Museum“, sondern vielmehr ein „Schatz“, den man schützen müsse. Dafür wird jetzt sogar der zweite vor dem ersten Schritt gemacht: „Die Themen neue Heizung, anderer Boden und die Gestaltung der Wände rücken etwas nach hinten.“ 

Denn die probeweise durchgeführte Chorraum-Umgestaltung und die Reaktionen darauf hätten gezeigt, dass zunächst der Innenraum im Fokus stehen sollte. Bevor die zuständige Architektin Cathrin Brückmann die genauen Pläne vorstellte, machte Bodo Meier auf ein weiteres Problem aufmerksam: „Alle Apostel-Bilder sind von Schimmel betroffen und müssen restauriert werden, was die Kosten natürlich noch einmal in die Höhe treibt.“ 

Und wie könnte die Apostelkirche denn konkret umgestaltet werden? „Es gibt mehrere Gestaltungsmöglichkeiten“, verwies Architektin Brückmann auf vier unterschiedliche Pläne, die sie in den vergangenen Monaten erarbeitet hat. Gestaltungsvorschlag 0 sieht vor, alle beweglichen Ausstellungsstücke aus der Kirche zu entfernen. In diesem Fall würde sie sich als „absolut reduziert“ präsentieren. 

Im nächsten Plan wird nur ein Teil aus der Kirche geräumt. Vorgeschlagen wird zum Beispiel auch, den Altaraufsatz an der Südseite zu platzieren, wo in der Weihnachtszeit die Krippe aufgebaut ist. „Dort würde eine Art kleine Kapelle entstehen“, erklärte die Architektin. 

Zudem gibt es verschiedene Versionen für die Aufstellung von Stühlen und Bänken. Nach der Vorstellung aller Pläne hatten die Besucher der Informationsveranstaltung die Möglichkeit, sich alle Details von den Experten erläutern zu lassen – und davon machten sie ausführlich Gebrauch.

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