Appell an Politik und Verwaltung

Herscheider Anwohner fragen: „Wohin mit unseren Autos?“

Auch die eingezeichneten Stellflächen auf dem Neuer Weg (vor der neuen Stufenanlage) werden wegfallen. Anwohnerin Claudia Hempler fragt sich, wo sie und ihre Nachbarn demnächst ihre Fahrzeuge abstellen können.

Herscheid - Die Umgestaltung des Alten Schulplatzes gefiel Claudia Hempler bislang recht gut. Mit der nun geplanten Begrenzung der Parkzeit kann sich die Herscheiderin allerdings nicht anfreunden

Seit 17 Jahren wohnt sie in dem Gebäude Am Markt 4, in dem sich Mietwohnungen und (im Erdgeschoss) ein Versicherungsbüro befinden. Das Problem der Parkplatzsuche ist für sie und ihre Nachbarn daher auch nicht neu: Waren die Stellflächen im direkten Umfeld belegt, dann konnten sie bisher auf den Alten Schulplatz ausweichen. Diese Möglichkeit wird ihnen durch die Parkzeitbegrenzung genommen. 

„Wohin sollen wir denn dann mit unseren Autos?“, fragt sich Claudia Hempler. Verständnis dafür, dass dem dauerhaften Parken an dieser Stelle der Riegel vorgeschoben wird, bringt sie zwar auf. Jedoch dürften die Anwohner unter dieser Regelung nicht leiden, betont die Herscheiderin. Durch die drei Arztpraxen, die neue Bäckerei und die Apotheke sei der Kundenverkehr am Alten Schulplatz deutlich gestiegen – das wirke sich ohnehin auf die Parksituation aus. 

Weitere Veränderungen folgen: Seit gestern ist der Neuer Weg gesperrt. Dort waren bislang zwei Stellflächen in Höhe der neuen Stufenanlage eingezeichnet. Dort abgestellte Fahrzeuge würden jedoch Personen, die auf den Stufen sitzen, die Sicht nehmen. Daher entfallen die Stellplätze; nach Auskunft des Bauamtes sollen sie allerdings auf die andere Fahrbahnseite „umziehen“. 

Claudia Hempler hofft, dass Verwaltung und Politik bei ihren zukünftigen Entscheidungen Rücksicht auf die Belange der Anwohner nehmen. Sie betont: „Wenn im gesamten Dorf das Parken dauerhaft begrenzt wird, dann haben wir ein richtiges Problem.“

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