Anwohner erinnert sich an früher

Alter Schulplatz: Lebendiger, aber gemütlich

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Anwohner Paul Frank erinnert sich noch gut an die Zeiten, als der Alte Schulplatz wirklich ein Schulplatz war. Er hält ein historisches Bild in die Kamera, auf dem die „neue“ Schule zu sehen ist, die im Jahr 1900 gebaut und später als Jugendzentrum genutzt wurde, ehe sie 1978 den Abrissbaggern zum Opfer fiel. Sie stand in etwa an der Stelle, an der in diesem Jahr das GWU-Gebäude gebaut worden ist.

Die Sommerpause ist vorbei: Nachdem der Alte Schulplatz bereits eine neue Oberfläche erhalten hat, sind nun die angrenzenden Straßen an der Reihe.

„Das ist für mich wesentlich angenehmer, weil die Arbeiten nicht so laut sind“, meint Paul Frank. Seit über 60 Jahren wohnt er direkt am Alten Schulplatz, verfolgt die Umgestaltung daher mit besonderem Interesse und einer gehörigen Portion Neugier. „Wenn die Maßnahme fertiggestellt ist, dann wird das bestimmt schön aussehen“, ist sich der 85-Jährige sicher.

Natürlich werden bei ihm Erinnerungen wach an den Zustand des Alten Schulplatzes, als er im Jahr 1958 aus dem Wittgensteiner Land nach Herscheid zog. Seinerzeit standen im unmittelbarer Nähe zu seinem Wohnhaus zwei Schulgebäude – daher auch der Name „Alter Schulplatz“. Damals sei es lebendiger gewesen, vor allem in den Pausen. „Aber es war auch sehr gemütlich hier“, erzählt Paul Frank.

Durch den Bau des Schulzentrums am Rahlenberg wurde die alte Volksschule (1836 gebaut und nach dem Dorfbrand 1862 erneut errichtet) nicht mehr benötigt; sie wurde abgerissen. Das zweite Schulgebäude am Platz, welches 1900 als Ergänzung gebaut worden war, diente zunächst weiter als Jugendzentrum, ehe es vor 40 Jahren zurückgebaut wurde. Der Schulplatz sei daraufhin asphaltiert und hauptsächlich als Parkplatz genutzt worden. „Seither hat sich hier eigentlich nicht mehr viel geändert“, meint Paul Frank, der aber vor allem die gute Nachbarschaft hervorhob, die bis heute Bestand habe, wenngleich viele Nachbarn inzwischen verzogen oder verstorben seien.

Die Straße „Am Alten Schulplatz“ ist bis etwa Ende nächster Woche gesperrt. Die Mitarbeiter der Firma „Green Team“ haben mit den Pflasterarbeiten begonnen, die Anfang September auf dem Neuer Weg fortgesetzt werden sollen.

Dass eine Veränderung für das Ambiente der Fläche förderlich sei, ja sogar wegen der von einem Pilz befallenen Bäume dringend notwendig war, dessen ist sich der Senior bewusst. Dennoch fragt er sich, ob die Treppenanlage zum Neuer Weg hin nicht zu groß dimensioniert ist: „Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig“, gibt er zu.

Bevor er sich jedoch ein abschließendes Urteil erlauben möchte, wartete er die weiteren Arbeiten ab. In dieser und in der nächsten Woche wird die Straße „Am Alten Schulplatz“ gepflastert; im Anschluss wird auch der Neuer Weg umgestaltet. Wenn abschließend die Lichtstelen auf dem Alten Schulplatz installiert und die neuen Bäume gepflanzt worden sind, dann „ergibt das bestimmt ein einheitliches Bild“, freut sich Paul Frank.

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