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Flüchtlingszahlen steigen: Gemeinde muss ehemalige Grundschule nutzen

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Von: Dirk Grein

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Die eingelagerten Betten und Matratzen in der Grundschule kommen bald zum Einsatz. archi
Die eingelagerten Betten und Matratzen in der Grundschule kommen bald zum Einsatz. archi © gemeinde

Seit Wochen werden der Gemeinde Herscheid kontinuierlich Flüchtlinge zugewiesen. Die Kapazitäten in den hiesigen Unterkünften werden allmählich knapp. Daher werden bald zusätzliche Räumlichkeiten genutzt.

Herscheid - Die Menschen stammen nicht nur aus der Ukraine, sondern auch aus anderen Krisengebieten. Einzelpersonen, Familien, Paare: Bei der Unterbringung versucht die Gemeinde, auf die persönlichen Belange der Flüchtlinge zu achten, was bislang gut funktioniere, sagt Fachbereichsleiterin Bärbel Sauerland.

Damit dies so bleibt, werden neben den Gebäuden am Müggenbrucher Weg, in der Winzenbecke, an der Valberter Straße und am alten Bahnhof inzwischen leerstehende Teile der alten Grundschule zu Wohnräumen umfunktioniert. Dort hatten Helfer bereits zu Beginn des Ukraine-Krieges Mobiliar (Betten, Matratzen, Schränke) eingelagert; die Gemeinde hatte einen Duschcontainer organisiert. Mitarbeiter des Bauhofes kümmern sich nun darum, dass die bislang noch nicht benötigten Räume bewohnt werden können.

„Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Zuweisungen zunächst konstant bleibt“, wagt Bärbel Sauerland eine Prognose. Noch sei die Maximalbelegung nicht erreicht, dennoch werden die Schulräume benötigt, um die räumliche Situation zu entzerren.

Im Vergleich zur Flüchtlingswelle vor zehn Jahren sei die Gemeinde besser vorbereitet, was den Ablauf und die Betreuung der Flüchtlinge betreffe. Viele haupt- und ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die Menschen und bieten Unterstützung bei der Bewältigung der Herausforderungen im Alltag an.

Was der Gemeinde zurzeit fehle, sei privater Wohnraum: Gesucht werden nicht nur einzelne Räume als Übergangslösung, sondern vor allem Mietwohnungen. Wer Wohnraum in Herscheid bieten kann, der sollte sich im Sozialamt melden, Telefon 0 23 57 / 90 93 25 oder 0 23 57 / 90 93 51.

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