Befürworter des Altarabbaus äußern sich anscheinend nicht öffentlich

Nicht nur negative Reaktionen

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Dieser Anblick verwunderte viele Kirchenbesucher an Weihnachten und sorgt bis heute für Diskussionen nicht nur in Herscheid, sondern auch über die Gemeindegrenzen hinau: Das Jesuskreuz mit dem Abendmahl auf dem Altar in der Apostelkirche wurde probehalber abgebaut.

Herscheid – Ein Thema dominiert die Herscheider Nachrichten in den letzten Tagen und Wochen wie kein zweites: der Abbau des Flügelaltars in der Herscheider Apostelkirche.

Auch am Montagabend dürfte darüber intensiv diskutiert worden sein, bei der ersten Sitzung des Presbyteriums im neuen Jahr. Tags zuvor feierte das Luther-Café seine Premiere in 2019. Der Witterung entsprechend wurden deftige Suppen und Eintöpfe, Würstchen und Salat, sowie – am Nachmittag – ein üppiges Kuchenbuffet aufgetischt. 

Der Erlös des ehrenamtlich betriebenen Cafés soll der Renovierung der Apostelkirche zugute kommen. Der Altar dürfte daher auch am Sonntag im Luther-Haus in aller Munde gewesen sein – könnte man zumindest meinen. Doch an diesem Tage blieben Diskussionen und Meinungenen weitestgehend aus. 

„Natürlich haben wir die Diskussionen und Leserbriefe in der Tageszeitung verfolgt und werden diese auch zur Kenntnis nehmen, genauso aber auch die Meinungen, die wir auf dem direkten Weg von den Gemeindemitgliedern bekommen haben“, sagte Uwe Köster vom Presbyterium, der zu den Besuchern im Luther-Café zählte. 

„Wir haben auch positive Rückmeldungen bekommen. Schade, dass hiervon niemand in der Presse dazu Stellung bezogen hat. Das würde zeigen, dass der Abbau nicht nur negative Reaktionen erzeugt hat“, äußerte sich Ruth Rabenschlag, eine der federführenden Kräfte bei der Ausrichtung des Luther-Cafés und Presbyteriumsmitglied, letztendlich doch noch zu diesem Thema. Denn eigentlich wollte sie dieses Thema nicht weiter kommentieren. 

Nicht nur innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde ist der Altarabbau ein Gesprächsthema. Auch Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde sind an der weiteren Entwicklung dieses Themas interessiert, wie zum Beispiel Marianne Reinersmann, seit über 50 Jahren Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft, aber dennoch eine Stammbesucherin des Luther-Cafés. Sie stellte Ruth Rabenschlag eine Frage, die sich vermutlich schon viele Herscheider gestellt haben dürften: „Wann bekommt die Apostelkirche denn ihr Kreuz wieder?“

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