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Allein 500 Kilogramm Wurst: Besucher schlemmen beim Schlachtfest

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Von: Nina Scholle

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Holger Knittel und Björn Dreißigacker zeigen Kisten mit Würsten. 35 davon hatte der Verein für das Schlachtfest produzieren lassen.
Holger Knittel und Björn Dreißigacker zeigen Kisten mit Würsten. 35 davon hatte der Verein für das Schlachtfest produzieren lassen. © Nina Scholle

Das Schlachtfest des TuS Herscheid ist seit Jahren ein absoluter Publikumsmagnet – so auch am Wochenende, als bereits am frühen Samstagnachmittag die Wurstwaren fast restlos vergriffen waren.

Herscheid – Einen ähnlichen ‚Run’ hatte es bereits im vergangenen Jahr auf die Schlachtfestwürste gegeben. Daraus hatten die Verantwortlichen des TuS ihre Lehre gezogen und für dieses Jahr noch einmal aufgestockt: 35 Kisten mit Würsten – über 500 Kilogramm Gesamtgewicht – waren eigens für das Schlachtfest produziert worden. Hinzu kamen 50 „Schlachtfestbrote“ á 750 Gramm sowie 100 Töpfchen Schmalz. Binnen zwei Stunden waren Brote und Schmalz ausverkauft und auch von den Würsten waren nur noch sieben Kisten übrig.

Obwohl das Schlachtfest offiziell erst um 14 Uhr begann, war der erste Gast bereits um kurz nach 11 Uhr erschienen: „Da hatten wir noch gar keine Wurst hier“, berichtete Holger Knittel, zweiter Vorsitzender des Vereins. Aber schon zwei Stunden später ging es richtig rund: „Seit ein Uhr war wirklich Horror“, erzählte Knittel. „Eine Schlange von hier bis zur Treppe!“

Wer lieber Süßes wollte, der wurde gewiss beim Kuchenbuffet fündig, das von den Spielerinnen der Damenmannschaft betreut wurde.
Wer lieber Süßes wollte, der wurde gewiss beim Kuchenbuffet fündig, das von den Spielerinnen der Damenmannschaft betreut wurde. © Nina Scholle

Dass sich das Schlachtfest nach wie vor solch großer Beliebtheit erfreut, ist angesichts der steten Mahnung, den Fleischkonsum einzuschränken, eigentlich eine kleine Überraschung. Was ist also mit Vegetariern? Gibt es für sie Alternativen beim Schlachtfest? „Wer zum Schlachtfest kommt, weiß, was er bekommt“, sagte Knittel. So frage beispielsweise auch keiner nach Geflügel. Niemand würde etwas Vegetarisches hier erwarten, war sich Knittel sicher. Mett-, Leber- und Blutwurst sowie Mettenden und Kröse: Das sind die traditionellen und überaus begehrten Waren des Außerhausverkaufs, für die nicht nur Herscheider, sondern auch Plettenberger und Lüdenscheider gerne zum Sportplatz kommen.

Knittel erzählte, dass Senioren zum Teil mit dem Bus nach Herscheid kommen, um dann mit vollen Tragetaschen den Heimweg anzutreten. Der große Zuspruch sei „ein Zeichen, dass die Leute echte Qualität schätzen“, so Knittel. Die Wurstwaren werden seit jeher vom gleichen heimischen Metzer extra fürs Schlachtfest zubereitet. Qualitativ hochwertig und dabei relativ günstig – obwohl im Zuge der allgemeinen Preissteigerung die Preise ein bisschen angehoben werden mussten, wie Knittel berichtete.

Die Gäste kamen am Samstag reichlich zum Schlachtfest des TuS Herscheid. Nicht nur Herscheider waren erschienen, sondern etwa auch Plettenberger und Lüdenscheider.
Die Gäste kamen am Samstag reichlich zum Schlachtfest des TuS Herscheid. Nicht nur Herscheider waren erschienen, sondern etwa auch Plettenberger und Lüdenscheider. © Nina Scholle

Für ihn sei das Schlachtfest „unsere schönste TuS-Veranstaltung“ und ein bisschen wie ein „Revival“, weil alle zusammenkommen: aktive wie ehemalige Vereinsmitglieder. „Alle ziehen an einem Strang“, sagte Knittel, damit das Schlachtfest gelinge.

Auch wenn man beim Schlachtfest nach vegetarischen Würstchen vergebens suchte, am üppigen Kuchenbuffet konnten sich auch Fleischverächter gütlich tun. Oder lieber eine frische Waffel? Die Spielerinnen der Damenmannschaft hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste, denen der Sinn nach Süßem stand, zu bewirten.

Obwohl bereits am Samstag der Verkaufstresen geschlossen werden musste – wer erst am Sonntag zum Frühschoppen kam, musste dennoch nicht hungrig bleiben. Pfannenkröse mit Bratkartoffeln sowie Steaks und Würstchen vom Grill hatten die TuS-Verantwortlichen für den zweiten Schlachtfesttag extra beiseite gelegt.

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