Spezialfirma verlegt Leitung

Alfrin (Herscheid) ist endlich an das Wassernetz angeschlossen worden

Der Verlegepflug öffnet den Boden, um die Wasserleitung zu verlegen.
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Der Verlegepflug öffnet mit einem Pflugschwert den Boden, um die Wasserleitung 1,20 Meter tief zu verlegen.

Leicht wie Butter durchschneidet der Pflug den lockeren Boden. In die Furche wird die für die Anwohner in Alfrin so wichtige Leitung gezogen – denn sie versorgt die Ortschaft schon bald mit Wasser, sodass die Nachbarn dort nicht mehr auf ihre Brunnen angewiesen sind. Die waren nach drei Dürrejahren in Folge im Sommer trocken gefallen.

Herscheid – Die Lösung dieses Problems kam rascher, als die Betroffenen vermutet und erhofft hatten. Im Auftrag der Enervie fährt am Mittwochnachmittag großes Gerät vor: Dieses gehört der Firma Frank Föckersperger aus dem bayerischen Aurachtal (Erlangen). Sie ist spezialisiert auf das sogenannte Pflugverfahren.

Zwei Fahrzeuge haben sie mitgebracht, die nach kurzer Erkundung der Lage eingerichtet und startbereit sind. Vorneweg fährt das Zugfahrzeug – ein Lastwagen, der sich in regelmäßigen Abständen mit einem Abstützschild in den Boden krallt. Entsprechend verankert schaltet der Fahrer dieses Fahrzeugs eine Seilwinde ein. Diese zieht den Verlegepflug, dessen Äußeres einer riesigen Spinne ähnelt. Er spinnt jedoch kein Netz, sondern führt – wie eingangs erwähnt – die Wasserleitung in 1,20 Meter Tiefe in den Boden ein.

Dieser Vorgang wiederholt sich etwa alle 60, 70 Meter. Die Geschwindigkeit ist beachtlich: So arbeiten sich die beiden Maschinen sowie die Mitarbeiter der Herscheider Firma Tiefbau Dunkel (die die Maßnahme begleitet) in beachtlichem Tempo über einen Feldweg voran.

Nach etwas mehr als einer Stunde ist die 750 Meter lange neue Leitung verlegt. „Das hat problemlos funktioniert“, stellt Andreas Klocke vom Wasserversorger Enervie erleichtert fest. Er und seine Kollegin Sabine Reuner haben viele Fotos gemacht: Das Einpflügen einer Leitung sei kein alltäglicher Vorgang, aber ein umwelt- wie zeitschonender, weil dafür keine Gräben ausgehoben oder Erdreich bewegt werden muss.

Auch die Anwohner in Alfrin sind überrascht, wie schnell die neue Leitung verlegt ist. Diese soll nach einer Druckprobe und einer gründlichen Desinfizierung an die Leitung angeschlossen werden, die auch Rärin mit Wasser versorgt.

In Alfrin endet die Leitung in einem noch zu errichtenden Übergabeschrank, der einem Stromverteilerkasten gleicht. In diesem Schrank werden die Leitungen der vier Haushalte aus Alfrin angeschlossen. „Wenn alles gut läuft, kann die Leitung ab Ende November genutzt werden“, schätzt Klocke.

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