Inbetriebnahme verzögert sich erneut / Reparaturbeginn in zwei Wochen geplant

Ahe-Hammer: Neue Schäden bei Probelauf aufgetreten

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Die alten Hammer-Anlagen stehen still, die Öfen werden nicht beheizt. Wann wieder Leben in die Gemäuer des Ahe-Hammers einziehen kann, steht noch nicht genau fest. Die Stiftung Industriedenkmalpflege rechnet mit ersten Vorführungen im Frühjahr.

Herscheid - Freunde des Ahe-Hammers müssen sich weiter in Geduld üben. Erneut sind Schäden an dem Industriedenkmal entdeckt worden; eine Inbetriebnahme ist frühestens im Frühjahr 2018 möglich.

Seit über vier Jahren steht der Hammer nun still. Größere und kleinere Reparaturen wurden ausgeführt. 

Zuletzt stand die aufwendige Sanierung des Gewölbes an, die im Sommer erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Das Ziel, den Besuchern zum Tag des offenen Denkmals endlich wieder Schmiedevorführungen zu präsentieren, konnte dennoch nicht erreicht werden. 

Wie die Besitzer der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur jetzt mitteilen, sind bei einem Probelauf neue Schäden aufgetreten. „Das Lager der Welle ist gerissen“, erklärt der technische Leiter Paul-Walter Georgi. 

Dieser Schaden an der Holzkonstruktion sei eine Folge der vorausgegangenen langen Trocknungsphase. Im Vergleich zur Sanierung des Gewölbes sei dieser Schaden weniger gravierend und die Behebung weniger zeitintensiv, sagt der Experte. 

Der marode Holzbock, auf dem die Welle aufliegt, müsse ausgebaut und durch einen neuen Bock ersetzt werden. Da sich die Stiftung um insgesamt 15 denkmalgeschützte Industrieanlagen kümmert, war eine sofortige Behebung des Schadens nicht möglich. 

Nach Planung und Organisation sollen die Reparaturarbeiten nun in zwei Wochen beginnen. Bei optimalem Verlauf sei ein Abschluss noch in diesem Jahr möglich. Eine Inbetriebnahme des Ahe-Hammers sei aber frühestens im Frühjahr 2018 möglich, schätzt Paul-Walter Georgi. 

Vorausgesetzt, es treten keine weiteren Schäden an dem Denkmal auf. Gewölbe und Abdichtung seien jedenfalls in einem guten Zustand, sagt Georgi. 

So hoffnungsvoll die Mitteilung der Stiftung klingt, so niedergeschlagen reagiert der Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer auf die Hiobsbotschaft. Der zweite Vorsitzende Dr. Klaus Hüttebräucker spricht von einem „Rückschlag“. 

Der Verein hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die kulturelle Bedeutsamkeit der Osemundtechnologie über die Grenzen des Märkischen Sauerland hinaus bekannt zu machen. Dies gelingt vorerst nur durch Vorträge und in der Theorie. 

Wann das kleine Industriemuseum wieder mit Leben gefüllt werden kann, vermag Dr. Hüttebräucker derzeit nicht zu schätzen. „Wir müssen uns weiter in Geduld üben“.

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