Zwölf Apostel oder doch nur sieben?

Julia Riegers Abenteuer in Australien

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Die zwölf Apostel, das bekannteste Wahrzeichen der australischen Prachtstraße Great Ocean Road, beeindruckten Julia.

HERSCHEID - Kurz vor ihrer Rückkehr von ihrem Auslandssemester in Australien hat die Herscheiderin Julia Rieger die Great Ocean Road, eine Traumstraße entlang der Südküste, abgefahren. Ein Ausflug, der der jungen Studentin noch lange in Erinnerung bleiben wird.

„Nach dem Mittagessen in dem kleinen Örtchen Apollo bay suchten wir noch die berühmte Eisdiele, von der uns so viel erzählt wurde. Sie hat schon einige Preise in Australien gewonnen, und das stellen sie auch zur Show!

In fast jeder Eissorte steckte irgendein Schild, welcher Preis damit gewonnen wurde. Echt Wahnsinn! Aber ich war noch so satt vom Mittagessen und 6 Dollar (umgerechnet 3,85 Euro) war dann doch sehr viel für eine Kugel Eis... 

Von nun an ging es etwas weg vom Wasser, hinein in einen Regenwald. Ich habe noch nie in meinem Leben so große Bäume gesehen! Wir hielten erneut an und durften einen Rundweg gehen. 

Unser Guide erklärte uns vorher ein paar Dinge. Zum Beispiel, dass die Grünpflanze Farn nur drei Zentimeter im Jahr wachsen kann. Wir sind aber an Farn vorbeigekommen, der war größer als ich, also mindestens 1,70 Meter. Das hieß: Er war fast 600 Jahre alt. Einfach Wahnsinn. 

Auch gibt es in Australien viele Bäume, die von innen hohl sind. Das geschieht dadurch, dass andere Bäume sich um diese Bäume drumherum schlingen, und sie dann absterben. Dann lebt nur noch die äußere Hülle. Also das, was sich drumherum geschlängelt hat. Die Bäume waren riesig, es war eine Leichtigkeit durch sie durch zu gehen oder in ihnen hochzuklettern. Aber leider hatten wir dafür keine Zeit. 

Wir wollten weiter, denn unser nächster Stop waren die zwölf Apostel, wohl eins der meist bekanntesten Wahrzeichen der Great Ocean Road. Kurz vor unserer Ankunft wurde uns erzählt, dass es gar keine zwölf Apostel mehr sind, sondern nur noch sieben. Warum es zwölf heißt, weiß eigentlich keiner. Es ist jedoch unumstritten eine Naturschaffung, die einem den Atem raubt. 

Das Wasser des Meeres hat durch die Kraft von Wellen und Wind einfach Teile des Festlands abgeschnitten, die jetzt wie Felsen vor der Küste stehen. Genauso hoch wie das Festland, nur schauen sie wie Finger aus dem Wasser. Eine Brücke führt raus aufs Wasser, sodass man alles gut sehen kann. Es ist faszinierend, überlegt man sich, dass dies nur durch die Natur erschaffen wurde. 

Auf meinem Weg zu der Brücke begegnete ich vier Leuten, die mit mir in einem Gebäude in Sydney gewohnt haben und mit denen ich schon einiges unternommen hatte. Zufälle gibt es. Da haben wir alle so einen straffen Zeitplan während der Tour und doch begegnen wir uns. 

Nach den zwölf Aposteln sind wir zur London Bridge gefahren. Hier gibt es einen Felsen, der in etwa so aussieht wie einer der zwölf Apostel, nur viel viel größer, der mitten im Wasser steht. Früher hat es noch eine Felsbrücke zum Festland gegeben, diese ist aber auch durch die Kraft der Wellen zusammengestürzt. Ein Ehepaar, das in diesem Moment auf dem Felsvorsprung war, musste durch einen Helikopter gerettet werden. “

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