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„Zwölf Grad zu den Gottesdiensten noch tragbar“: Maßnahme zum Energiesparen in den Kirchen

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Von: Julius Kolossa

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Kirchgänger im Katholischen Pastoralverbund Balve-Hönnetal müssen sich im nächsten Winter auf niedrige Temperaturen in den Gotteshäusern einstellen. Nicht nur in der Balver St.-Blasius-Kirche kann die Temperatur auf bis zu acht Grad Celsius fallen.
Kirchgänger im Katholischen Pastoralverbund Balve-Hönnetal müssen sich im nächsten Winter auf niedrige Temperaturen in den Gotteshäusern einstellen. Nicht nur in der Balver St.-Blasius-Kirche kann die Temperatur auf bis zu acht Grad Celsius fallen. © Kolossa, Julius

Die Finanzkommission im Pastoralverbund Balve-Hönnetal und das dazugehörige Netzwerk als Gremium aller Gemeinden hat entschieden: Um Energie und damit Kosten zu sparen, werden ab November die Kirchen und Kapellen während der Gottesdienste auf nur noch zwölf Grad Celsius beheizt.

Außerhalb dieser Zeiten kann die Temperatur in den Gotteshäusern sogar auf nur noch acht Grad absinken.

„Die Akzeptanz bei den Verantwortlichen für diese Maßnahme ist allgemein vorhanden“, sagte Markus Hablowetz, Verwaltungsleiter des Pastoralverbundes, im Anschluss an die Sitzung. Und: „Der bundesweit aus Bistümern kommenden Empfehlung, in Kirchen und Kapellen gar nicht mehr zu heizen und gegebenenfalls Orgeln und kirchliche Kunstwerke zu entfernen, kommen wir nicht nach. Wir haben uns dagegen entschieden, zwölf Grad Celsius zu den Gottesdiensten sind für uns noch tragbar.“

Werktagsgottesdienste möglichst in den Pfarrheimen

Werktagsgottesdienste finden in Balve, Garbeck und Mellen ab dem nächsten Monat im jeweiligen Pfarrheim statt. Affeln weicht in den Pfarrsaal aus, ebenso Eisborn. Hier sind die Wege besonders kurz aufgrund des in die Pfarrkirche integrierten Gemeindezentrums mit Saal. Hablowetz: „Volkringhausen und Blintrop stehen leider aufgrund der Größe ihrer Gemeinde keine Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung, so dass weiterhin die jeweilige Kapelle genutzt werden muss. Und in Beckum finden diese Gottesdienste weiterhin in der St.-Nikolaus-Kirche statt, weil das Erdgeschoss des Integrationszentrums von der Grundschule genutzt wird.“ In Langenholthausen wird eventuell in die Sokola.de ausgewichen; in dieser Woche wird eine Entscheidung getroffen.

Wärmeraum in Balve und eventuell in Garbeck

„Ja, Wärmeräume, in denen sich die Gemeindemitglieder bei kalten Temperaturen aufhalten können, wird es im Pastoralverbund auch in diesem Winter geben“, sagte Hablowetz, dass die im September begonnenen Überlegungen nun konkret werden. „Allerdings sehen die kleinen Gemeinden die Hemmungen der Menschen, dieses Angebot zu nutzen, so dass ein Wärmeraum für alle im Balver Pfarrheim am Dechant-Löcker-Weg vorgehalten wird.“ Ob das Garbecker Pfarrheim ebenfalls für diesen Zweck offengehalten wird, werde sich in den nächsten Tagen nach Absprache mit dem Kirchenvorstand entscheiden.

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