Ab April in Iserlohn-Dröschede

Zweites Impfzentrum „eine gute Sache“ für die Balver

In einer ehemaligen Industriehalle in Iserlohn-Dröschede wird schon bald geimpft.
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In einer ehemaligen Industriehalle in Iserlohn-Dröschede wird schon bald geimpft.

Der Märkische Kreis bekommt ein zweites Impfzentrum in Iserlohn-Dröschede, das ab Anfang April den Betrieb aufnehmen soll. Das erklärte Landrat Marco Voge (CDU) am Montag. Mit dieser zweiten Anlaufstelle für Corona-Schutzimpfungen soll vor allem den Menschen aus dem Nordkreis ein verbessertes Angebot gemacht werden.

Denn für sie ist der Weg zum Impfzentrum nach Lüdenscheid – vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln – doch sehr lang und zeitaufwendig. Deshalb verzichteten auch viele Impfberechtigte aus den vier nördlichsten Städten im MK (Balve, Hemer, Iserlohn und Menden) darauf, einen Impftermin zu vereinbaren.

„Es ist grundsätzlich begrüßenswert, wenn es ein zweites Impfzentrum in Iserlohn gibt, dass dann der Balver Bevölkerung kürzere Anfahrtswege ermöglicht“, steht Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) der neuen Entwicklung sehr positiv gegenüber, nachdem die Politik im Kreis über Monate um einen Impfstandort im Nordkreis gekämpft hatte.

Bislang weite Wege und lange Fahrzeiten

Bisher ist es im Märkischen Kreis nur möglich, sich in der Schützenhalle Loh in Lüdenscheid impfen zu lassen. Für die etwa 35 Kilometer lange Strecke müssten die Balver mit dem Auto rund 50 Minuten Fahrzeit einplanen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es schnell auch mal zwei Stunden – pro Strecke. Bis nach Iserlohn dürfte es künftig deutlich schneller gehen, sich die Fahrzeit fast halbieren.

„Dieses neue Impfzentrum ist eine gute Sache – wenn es denn überhaupt noch zum Tragen kommt“, fügt Mühling hinzu. „Denn wenn eventuell eine neue Impfstrategie vorsieht, dass die Hausärzte die neuen Impfstoffe in ihren Praxen verimpfen dürfen, wird das Impfzentrum in Dröschede wohl überflüssig.“

Rund 190.000 Märker liegen im Einzugsbereich

Mit den vier Nordkommunen Balve, Hemer Menden und Iserlohn ergibt sich für das zweite Impfzentrum ein Einzugsbereich von rund 190 000 Einwohnern. In diesen vier Städten beläuft sich der Anteil der Bevölkerung, der 65 Jahre und älter ist, auf etwa 43 000 Personen. „Langfristig muss natürlich die Impfung bei unseren Hausärzten das Ziel sein. Bis dahin ist der zweite Standort eine ganz wichtige Säule“, sagt Landrat Voge.

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